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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-12-01 · Heft 12 (1.12.1895) · p. Seite 285

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 12 (1.12.1895)
Date
1895-12-01
Page
Seite 285 (sequence 21)
Language
German
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285 kommen, und es ist nicht unmöglich, daß manche Stellen sich ganz anders würden erklären lassen, wenn der alte Zusammenhang wieder hergestellt würde. — Am 18. Oktober hielt Herr Rabbiner Dr. Frank in Köln im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur eine Vortrag über: „Ein Rückblick auf das verflossene Jahr." Herr Lehrer Löb. sprach über „Elischa ben Abuja." —. In. München starb am 2. Oktober der Schriftsteller Herr Dr. jnr. Leonhard Freund. Derselbe war ein geborener Breslauer , ein Bruder des Geh. Justizrats Freund. In den letzten Jahren lebte er meistens in Leipzig. — Am 22. November starb in Strelno Herr Rabbiner Joachim Stern. — Am 23. November wurde in Köln in feierlicher Weise der Grundstein zu einer großen Synagoge gelegt. Herr Rabbiner Dr. Frank hielt die Festrede. Am selben Tage fand auch die feierliche Grundsteinlegung zur Synagoge in Barmen statt. — In feierlicher Weise eingeweiht wurde kürzlich das von Herrn James Simon, dem Verein für häusliche Gesundheitspflege zum Besten seiner Ferienkolonien geschenkte „Kaiser und Kaiserin Friedrich Berliner Sommerheim" in Kolberg. — Herr Dr. Marens Dienstfertig, Prediger in Kottbns ist am 3. Otober gestorben. — Am 9. Oktober wurde in Berne der vor einiger Zeit neuangelegte israelitische Friedhof durch den Landrabbiner Herrn Dr. Mannheimer eingeweiht. Zu gleicher Zeit wurde der erste Tote, nämlich der Viehhändler Louis Koopmann aus Berne, der auch in weiteren Kreisen bekannt war, beerdigt. Der Verstorbene hatte den Platz zum Friedhof der dortigen Gemeinde vor längerer Zeit geschenkt. — In Mnrowanno Goslin wurde am 17. September die neuerbaute Synagoge eingeweiht. — In dem Anfang vorigen Jahres gegründeten Verein für jüdische Krankenpflegerinnen in Berlin, welcher seit Juli sein eigenes Haus Auguststr. 17. besitzt, sind zur Zeit 1.8 Schwestern unter der Leitung der Oberin Fräulein Rosa Blan thätig, von denen 8 ihre Lehrzeit beendet haben und sich der Privat- und Armenpflege widmen. — Der älteste Einwohner wahrscheinlich des 'ganzen deutschen Reiches ist, wie Posentt Blätter berichten, der Kaufmann Salomon Hirsch in Mrotschen. Hirsch steht im 114. Lebensjahre und ist körperlich und geistig noch rüstig. — Der in Swersenz wohnhafte hochbetagte Kaufmann und Hausbesitzer Pinkns Berlak hat sein ganzes Vermögen dem israelitschen (Rohr'schen) Siechenhause gegen lebenslängliche Aufnahme und Verpflegung in demselben überlassen. — In Spandau wurde eine Synagoge eingeweiht, die Festrede hielt Herr Dr. Hannes. — Am 5. September wurde die neuerbaute Synagoge in Anfseß dnrch Herrn Rabbiner Dr. Eckstein von Bamberg feierlich eingeweiht. — Dem Bericht über das Reicheuheim'sche Waisenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für das Geschäftsjahr 1894/95 entnehmen wir, daß in der Anstalt 79 Zöglinge verpflegt werden, und zwar 37 Knaben und 32 Mädchen. Die gesauunten Ausgaben für das Waisenhaus betrugen in diesem Jahre 50,129 Mark, welche durch

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