Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 15 (1895)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1895)
- Date
- 1895-05-01
- Page
- Seite 110 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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hofft auf die Geulle sErlösungs, der ist gewiß Aechulle ^verdorben im Zeitlichen; wörtlich: kranks. Die Armen werden nie nüchtern von den Sorgen der Nahrung, sodaß man es ohne Jammer nicht ansehen kann. Sie thun ihre Gebete des Morgens und Abends, halten die Gebote, so viel Menschen möglich ist, und sind weiter über ihren Zustand nicht bekümmert. Kurz, die Augen sind ihnen nicht geöffnet, ihr Elend einzusehen. Daher haben sie auch keinen Heiland nötig, und Jesus ist bei ihnen, so verachtet, wie er bei den Christen unbekannt ist. Übertragungen aus -em Talmud. I. Die Davids - Karfe.*) Bon vr. 8. Nascher, Professor. An des Königs Lagerstätte Schwebt die Harfe schön und traut. In der Stürme rauhem Bette Ach verstummt der süße Laut. Da schleicht durch eine Fenster-Ritze Sich ein sanfter, kühler Wind Fächelt Labung in der Hitze Weckt das Lied, der Harfe Kind. Und der König höret beben Zittern sanft der Töne Laut: Deinem Liede will ich leben Singen bis der Tag mir graut. Singen will ich durch die Nacht Singen was das Herz beengt Bis mich erlöset Deine Macht Und die Fessel ist gesprengt. Bis mich rufet der Gedanke, Der mich trägt durch Nacht zu Licht Über Dasein's finst're Schranke Göttlich Lied verlaß mich nicht! *) Nach dem Talmud Berachotb 3b.