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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-03-01 · Heft 3 (1.3.1895) · p. Seite 63

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 3 (1.3.1895)
Date
1895-03-01
Page
Seite 63 (sequence 15)
Language
German
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Wonatsschau. Dem Jahresbericht des jüdisch-theologischen Seminars Fränkel'scher Stiftung in Breslau geht voran: „Interpretation des I. Abschnittes des paläst. Talmud- Traktats Nesikin" von Dr. I. Lewy. Der Unterricht des verstorbenen Vorsitzenden Herrn Dr. Rosin wurde vorläufig den Herrn Dr. Braun, Dr. Finkelscherer, Rabbiner Dr. Jakob Gutmann und Rabbiner Dr. I. Lewy übertragen. Als Rabbiner entlassen wurden die Herren: Dr. Israel Finkelscherer, Salomon Posner und Siegfried Silberstein. Herr Prof. Dr. David Kaufmann in Budapest stiftete der Anstalt 4000 Kronen als Dr. David-Rosin-Stiftung. — Von der Wittwe des 1891 verstorbenen Orientalisten Paul de Lagarde ist erschienen: Paul de Lagarde, Erinnerungen aus seinem Leben. — In Köln wurde ein Verein der Rabbiner und Lehrer im Rheinland und Westfalen ins Leben gerufen, zu dessem Vorsitzenden Herr Rabbiner Dr. Lazarus gewählt wurde. — In Berlin hielt am\ 7. Januar Herr Carl Emil Frar^s einen Vortrag über „Jugenderinnerungen" und in Mannheim Herr Rechtstmwalt Dr. Bodenheimer aus Köln „über Napoleons I. Stellung zum Judentum". In Köln hielt Herr Hauptlehrer Hermanns einen Bortrag über „Baruch Spinoza".— In Hamburg sprach Herr Rabbiner. Dr. Werner aus Danzig über „Ethik des Talmuds". — Den ersten Vortrag in dem neu begründeten Verein in Ratibor hielt Herr Direktor Dr. Adler aus Berlin über: „Die Juden in Deutschland zur Zeit der Kreuzzüge." — Im Litteraturverein zu Hörde sprach Herr Rabbiner Dr. Bogelstein aus Stettin über: „Jsak Abarvanel als Staatsmann unter drei Königen." — In Reiste hielt Herr Rabbiner Dr. Gntmann aus Breslau einen Vortrag über: „Ein Talmudprozeß im 18. Jahrhundert." — In Schneidemühl sprach Herr Oberlehrer Dr. M. Schäfer-Berlin über Ernst Renan. — In Aurich wurde ein Verein für jüdische Geschichte und Litteratur ins Leben gerufen. — Man berichtet: Am 5 November fand unter überaus zahlreicher Beteiligung der Gemeinde Alt-Thann die Beerdigung des dort sehr geachteten und beliebten Metzgermeisters Emannel Weil statt. Es war dies die erste Beisetzung auf dem neuen Friedhofe der dortigen israelitischen Gemeinde. — Herr S. Braun, Rabbiner in Schneidemühl, feierte am 19. November seinen 80. Geburtstag. Zur bleibenden Erinnerung haben der Vorstand und die Repräsentanten der Gemeinde beschlosseu, eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche den Namen „Rabbiner Saloinon Brann'sche Stiftung tragen und deren Zinsen alljährlich am Geburtstage des Jubilars zu wissenschaftlichen oder wohlthätigen Zwecken verwendet werden soll. — In Pr. Stargard starb am 25. Dezember Herr Rabb. Dr. Braun. Herr Rabbiner Dr. Grabowski hielt die Gedächtnisrede. — Hans Thomas Lenß, der lauteste Polterer gegen „jüdische Sittenlosigkeit", gegen „jüdische Meineidigkeit", ist wegen Mein-

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