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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1895-02-01 · Heft 2 (1.2.1895) · p. Seite 41

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
15 (1895)
Issue
Heft 2 (1.2.1895)
Date
1895-02-01
Page
Seite 41 (sequence 17)
Language
German
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41 erlitten. Er erwähnte auch den Tod des Professors Dr. Ludwig Mauthner in Wien, dessen Arbeiten über die Bewegung der Augen, das Klaukome, die Farben, große Bedeutung gewonnen und der einen Tag, nachdem er das Dekret als Vorstand des ersten ophthalmologischen Instituts erhalten, am Herzschlag gestorben ist. Ferner gedachte der Herr Geheimrat des Todes des Herrn Dr. med- Perles in München, eines Lieblingsschülers von ihm, dessen Hinscheiden ihm sehr zu Herzen gegangen. Er sei im Dienste der Wissenschaft als Opfer derselben gefallen. Er starb an Vergiftung, die er sich bei therapeutischen Versuchen zugezogen. „Bewahren wir den Dahingegangenen ein treues Gedenken!" schloß Herr Professor Dr. von Rothmund seine von sichtlich tiefer Empfindung zeugende Ansprache. — Aus Straßbnrg i. E. wird gemeldet, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe vor seiner Abreise eine Deputation des israelitischen Konsistoriums von Unter-Elsaß empfangen und derselben versichert habe, „er werde die israelitische Bevölkerung von Elsaß-Lothringen in bestem Andenken behalten. — Dem berühmten Kliniker Ludwig Traube, der viele Jahre an der Charit« und Direktor der medizinischen Klinik in Berlin war, soll jetzt, fast zwanzig Jahre nach seinem Tode, im Jnnenhofe des Krankenhauses ein Standbild errichtet werden. — Als Privatdozenten an der medizinischen Fakultät der Berliner Universität werden sich demnächst die Herren Doktoren Adolf Loewy und Martin Mendelsohn habilitiren, Ersterer für Physiologie, Letzterer für innere Medizin. Beide leben seit einer Reihe von Jahren als praktische Ärzte in Berlin. Dr. Mendelsohn ist Vorsitzender des „Centralvereins jüdischer Staatsbürger". — Der deutsche Reichsverband jüdischer Religionslehrer versendet einen Aufrauf zur Gründung eines Lehrerheims, in welchem invalide Lehrer und Rabbiner Unterkunft finden sollen. Beiträge zu diesem humanen Unternehmen nimmt bis auf Weiteres Herr Max Graf in Gloga» entgegen. - Herr Magistrats-Assessor Dr. Lewi« in Frankfurt a. M. hat eine Stellung als Secretär der jüdisch-argentinische Kolonisationsbestrebungen des Baron Hirsch in Paris angenommen. Dr. Lewin erhielt zu. diesem Behuf einen halbjährigen Urlaub seitens der städtischen Behörden; realisirt sich seine Pariser Stellung nicht dauernd, so bleibt ihm auf diese Weise die Rückkehr auf seinen früheren Posten gesichert. — Der verstorbene Bankier Albert Arons hat der jüdischen Gemeinde zu Bromberg 200000 Mark zur Einrichtung eines jüdischen Krankenhauses testamentarisch vermacht, und außerdem der Gemeinde ein Haus in der Viktoriastraße überlassen. — Der verstorbene Kaufmann Josef Michaelis in Köln hat die Stadt Köln zur Universal-Erbin seines Nachlasses im Betrage von 80000 Mark eingesetzt, mit der Maßgabe, daß ein Drittel für das Blindeninstitut, ein Drittel für das israelitische Asyl, das letzte Drittel als Honorar für Schriftsteller verwendet werden soll, welche öffentlichen Fragen in Schriften oder Reden im Interesse der Bürgerschaft behandeln. — Herr James

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