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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1893-05-01 · Heft 5 (1.5.1893) · p. Seite 120

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
13 (1893)
Issue
Heft 5 (1.5.1893)
Date
1893-05-01
Page
Seite 120 (sequence 24)
Language
German
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120 holt, worauf Poldi Spielmann Rubinstein's ks-llur-Ro mauze vortrug. Rubinstein gefiel der Vortrag des Kleinen derart, daß er ihn küßte. Er äußerte sich anerkennend über Professor Proßnitz, den Lehrer Poldi Spielmann's und bemerkte, daß ihm die sogenannten Wunderkinder schon zu Hunderten vorgeführt wurden, daß aber in der Regel nichts ans ihnen wurde. Bei Poldi Spielmann scheine durch eine richtige Ausbildung eine Ausnahme zu sein, und er werde sich auch in Zukunft für den kleinen Virtuosen interessiren. — Der Michael Beer- Preis, der diesmal für Bildhauer jüdischer Konfession ausgeschrieben war, ist jüngst in Serlin zur Verteilung gekomine». Verlangt wurden eine Komposition, ein Relief „Empfang heimkehrender Sieger" und Studien nach der Natur. Es bewarben sich nur drei Bildhauer, einer aus München und zwei aus Berlin. Der Senat der Akademie hat den Preis, der in Höhen von 2250 Mark zu einer Studienreise nach Italien bestimmt ist, dem Bildhauer Herr War Lrvi zuerkannt. Der Prämiirte ist aus Stuttgart gebürtig und war Schüler von Professor Schaper. — Man berichtet aus Wien: Wir haben schon oftmals Gelegenheit gehabt, die künstlerischen Leistungen des akadeinischen Bildhauers Herrn Isidor Pfeiffer lobend hervorzuheben. Nun sind wir wieder in der Lage, von einem Kunstwerke, das aus seinen Händen hervorgegangen, Mitteilung zu machen. Herr Bildhauer Pfeiffer hat jüngst ein Werk beendet, das den Beifall und die Anerkennung aller Kunstverständigen, die es gesehen, gefunden hat. Es ist dies eine aus Sandstein gehauene, drei Meter hohe Hubertns-Statue, welche auf Bestellung Sr. Durchlaucht des k. Kämmerers Fürsten Cain. Starhemberg, für sein Jagdschloß Hubertenhof vom Herrn Pfeiffer angefertigt wurde. Es freuet uns nun mitteilen zu könne», daß das imposante Kunstwerk den vollsten Beifall und auch die Anerkennung Sr. Durchlaucht des kunstsinnigen Fürsten, der den Künstler in seinem Atelier, Villa Redlich, Oberdöbling, Kreindlgaffe, mehreremale besuchte, gefunden hat. — In Paris wird demnächst eine Ausstellung für muselmännische Kunst eröffnet. Zn dem Organisationskomitee gehört auch Herr Baroil Edmnnd v. Rothschild. — Ludwig Fnlda's dramatisches Märchen „der Talisman" wurde am 19. April zum ersten Male im Stadttheater in Frankfurt a. M. vor ganz besetztem Hause mit starkem Erfolge ausgeführt. Der anwesende Dichter erschien auf der Bühne und wurde vom Publikum mit rauschenden Beifall empfangen. Inhalt: Dr. W. A. Meisel. — Deutsch und Jüdisch von Rechtsanwalt Dr. Emil Lehmann. (Fortsetzung). — Die Jndenplündernng in Franken v. I. 1699. Archivailische Studie von Rabbiner De. A. Eckstein in Bamberg. (Schluß.) — Ueber den Humor in der indischen Litteratur. Von Dr. M. Grünwald Rabbiner in Jungbunzlau. Vortrag gehalten in Afike Jehnda (Verein für Verbreitung der Wissenschaft des Judentums) in Prag am 4. März 1893. — Die Manna. Von Oberlehrer I. Blum. — Den Antisemiten von Alfred Friedmann. — Monatsschau. — Theater, Musik und bildende Kunst. — Inserate. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Dr. Adolf Brüll; in Komission für den Buchhandel bei Franz Benjamin A u f f a r t h; Druck und Inserat-Annahme: H. L Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.

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