Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 13 (1893)
- Issue
- Heft 3 (1.3.1893)
- Date
- 1893-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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§) opläij-ujfeßenschafflidu o it it t blattet zur Belehrung über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. ITT. Herausgegeben Dr. Adolf Brüll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zn beziehen durch alle Bnchhandlnngen n»d Postanstalten des In- und Auslandes. 13. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. März 1893. Kammer 3. Mede. gehakten zu Ehren des Geburtstages S. W. des Kaisers u. Königs in der Realschule der isr. Gemeinde (Philanthropin) zu Frankfurt a. M. am 27. Januar 1893 von Dr. Adolf Brüll. Wir haben uns heute hier versammelt, um den Geburtstag Seiner Majestät unseres allergnädigsten Herrn, des Kaisers und Königs Wilhelm II., feierlich zu begehen, den Gefühlen unerschütterlicher Treue und liebevoller Hingebung Ausdruck zu geben. In gehobener Stimniung wollen wir den König aller Könige anrufen, der da gebietet über Leben und Tod, der das Weltall in seinem Arme trägt, daß er unseren erhabenen Landesvater in seinen Schutz und Schirm nehme, ihm Segen und Heil gewähre, Glück und Erfolg seinen Bestrebungen und Unternehmungen, Gott dafür danken, daß er die allerhöchste Person unseres Kaisers bis jetzt väterlich beschirmt hat, und einstimmen in das Wort des königlichen Dichters (Psalm 61, 7.): Mehre Gott die Tage des Königs und erfreue ihn durch die Segnungen Deiner Gnade. Doch nicht ein Tag des Gebetes nur, sondern auch ein Tag des Entschlusses soll uns der hohe Geburtstag unseres geliebten Fürsten sein, wir sollen ihn nicht ungenützt für unser geistiges Leben vorüberziehen lassen, auf daß die äußere Feier uns auch zu innerer Erhebung gereiche und wir so die Gefühle unserer Vaterlandsliebe unserer Anhänglichkeit an Kaiser und Reich nicht nur zu augenblicklichem Ausdruck, sondern auch zu dauernder Bethätigung bringen. Und so wollen wir denn, wie bei allen vaterländischen Festen, heute ganz besonders zu unserem geliebten Kaiser aufblicken, zu ihm, dem würdigsten Vertreter des deutschen Volksgeistes, zu ihn«, der da erkoren und berufen ist, die idealen