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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1893-02-01 · Heft 2 (1.2.1893) · p. Seite 46

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
13 (1893)
Issue
Heft 2 (1.2.1893)
Date
1893-02-01
Page
Seite 46 (sequence 22)
Language
German
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46 15. April 1893 festgesetzt. Der Preis besteht in einem einjährigen Stipendium von 2250 Mark zu einer Studienreise nach Italien unter der Bedingung, daß der Prämiirte sich acht Monate in Rom aufhalten und unter Beifügung eigener' Arbeiten über seine Studien an die königl. Akademie der Künste halbjährlichen Bericht erstatten muß. Die Zucrkennung des Preises erfolgt spätestens im Monat Juli 1893. — Der Wettbewerb um den Preis der Michael Seer'schen Stiftung für Maler und Bildhauer jüdischer Religion in Serlin wird für das Jahr 1893 für Bildhauer eröffnet. Die Wahl des darzustellenden Gegenstandes bleibt dem eigenen Ermessen des Concurrenten überlassen. Die Composition kann in einem runden Werk oder einem Relief in Gruppen oder in einzelnen Figuren bestehen, nur muß dieselbe ganze Figuren enthalten und zwar für runde Werke nicht unter einem Meter, das Relief aber soll in der Höhe nicht unter 70 Centimeter und in der Breite nicht unter einem Meter messen. Der Preis besteht in einem Stipendium von 2250 Mark zu einer Studienreise nach Italien unter der Bedingung, daß der Prämiirte sich acht Monate in Rom aufhalten und bei Ablauf der ersten sechs Monate über seine Studien an die Akademie Bericht erstatten mnß. — Jüngst hielt Herr Prediger Dr. Kelvin in Magdeburg in der „Mendelssohn-Loge" einen sehr interessanten Vortrag über Bühne und Kanzel, Tribüne und Katheder. — Die Akademie der bildenden Künste in Manchen hat den Portraitmaler Herrn Horoivih in Wien zum Ehrenmitgliede ernannt — Der Frau Baronin v. Königsivarter in Hannover, früher als Schauspielerin unter dem Namen Jolanda bekannt, ist die Sachsen-Ernestinische Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen worden. — An Stelle des in den Ruhestand tretenden Professors L. Lewandowski ist Herr Kapellmeister Kellrrmann, bisher in München, zum Chordirigenten an der neuen Synagoge in Serlin gewählt worden. — Im 10. Leipziger Gewandhaus-Concert, das im wesentlichen der Erinnerung an das erste Auftreten Anton Kubinllein's in Leipzig vor 50 Jahren sein Programin verdankte, haben drei Bilder ans des Komponisten geistlicher Oper „Moses" unter Rubinstein's eigener Leitung eine zündende Wirkung ausgeübt. Das begeisterte Publikuin hat den Komponisten in der schmeichelhaftesten Weise ausgezeichnet. — Es ist in einem Berichte an das Union-Concil der Vorschlag gemacht worden, die Statue der Religionsfreiheit, das Werk des berühmten Bildhauers Moses Ezekiel, die in einem Park zu Philadelphia steht, zu der Weltausstellung nach Chicago zu schicken. Diese Statue wurde gelegentlich der Ausstellung in Philadelphia von dem Orden B'nai Brith errichtet, sie versinnbildlicht die Klausel der Konstitution der Vereinigten Staaten, welche jeden Einspruch gegen die gewährleistete Religionsfreiheit seitens des Kongresses verbietet. — Im babylonischen Saale des Neue» Museums in Kerlin sind seit einiger Zeit zwei größere Stücke eines altbabylonischen Reliefs zur Aufstellung gelangt. Sie sind ein Geschenk des Herrn Fabrikbesitzers Julius Jsaac iu Serlin, der sich schon früher um die orientalischen Sammlungen durch die Ueberweisung des Alabasterschreines König Scheschonks von Aegypten verdient gemacht hat Das Denkmal stammt, dem Stile nach zu urteilen, aus dem dritten Jahrtausend v. Chr. und ist das erste größere babylonische Denkmal aus dieser Zeit, das in den Besitz der königlichen Museen gelangr ist. — Man berichtet uns: Der Verein „Jung-Deutschland" will die Kunst dem Antisemitismus dienstbar machen. In einer in Serlin abgehaltenen Versammlung sühne Herr Wald aus, daß das Judentum die vorbereitende Schritte für seine Machtstellung gerade auf dem Gebiete der Litteratur und durch die Bühne gethan habe. Den seichten französischen Stücken, an denen die jüdische Raffe Gefallen habe, wolle man eine gesunde deutsche Kost gegen-

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