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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1891-08-01 · Heft 7 (1.8.1891) · p. Seite 163

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
11 (1891)
Issue
Heft 7 (1.8.1891)
Date
1891-08-01
Page
Seite 163 (sequence 19)
Language
German
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163 Frau György bei ihrem Auftreten durch ihre prachtvolle Stimme» sowie durch ihr dramatisches Spiel den rauschenden Beifall des zahlreich besuchten Hauses. Einige nennen Frau György die kleine Wilt, andere vergleichen sie mit der La Grange. — Mau schreibt uns: In Wessely a. d. Warch wurde Herr Josef Grnssein mit Akklamation unter den ehrendsteil Kundgebungen und seltensten Ovationen seitens seiner christlichen Mitbürger znm Bürgermeister der Stadt einstimmig wiedergewählt. — In S;egpcrd wurde Herr Dr. Simon Ungar vom Rabbiner-Seminar in Budapest zum Rabbiner erwählt. — Man schreibt uns: Am 1. Mai wurde in Doja mit großen Ehren und Feierlichkeiten die in Wort und Lied Ansdruck fanden, ein Freund der „Monatsblätter"» Herr Jakob Herjfeld zur Erde bestattet. Der Verklärte war Vertreter der Stadt» der Gemeinde» durch hervorragende gesellschaftliche Stellung in der Kaufmannschaft und vermöge religiöser Intelligenz und warmer Hingabe für das Wohl der Glaubensgemeinschaft hoch geehrt. Die Erinnerung des Entschlafenen sei gesegnet! — In Kolonien starb Herr Rabbiner Killet Lichtenstein. Der Heimgegangene zählte zu den bedeutendsten Autoritäten des orthodoxen Judentumes in Ungarn und Galizien, war ein Mann von großer talmudischer Gelehrsamkeit und von hoher Frömmigkeit. — Unter imposanter Beteiligung der Schriftsteller- und Kunstivelt, sowie der gebildeten Kreise Wiens wurde am 10. Mai der verstorbene Schriftsteller und Redakteur des „Fremdenblatt" Ludwig Porges auf dem Friedhofe in Döbling zur letzten Ruhe gebettet. — In W;a-Fiired wurde Herr W. Ijoftr zum Rabbiner erwählt. — Zur Ausbildung jüdischer Krankenpflegerinnen hat sich in Drag ein Damenkomite konstitnirt. Die Ausbildung wird im Spital der israelitischen Gemeinde durch den Primararzt Herrn Dr. Saar erfolgen. — In einer erschienenen amtlichen Publikation werden die vor einiger Zeit vorläufig veröffentlichten Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1890 richtiggestellt. Die Gesammtzahl der Bevölkerung. des erweiterten Wiener Gemeindegebietes mit Einschluß des Militärs stellt sich ans 1.364,548, dem Religionsbekenntnisse nach zählte man 1.195,107 Katholiken, 41,943 Evangelische, 118,495 Israeliten und 8943 Angehörige anderer Konfessionen oder Konfessionslose. — Der König von Dänemark äußerte jungst bei seinem Aufenthalte in Wien dem Herrn Gemeinderate Djörnp, einem Dänen von Geburt, seine Befriedigung darüber, daß sich ein geborener Däne ans eigener Kraft zur Stellung eines Wiener Gemeinderates emporgearbeitet habe; gleichzeitig drückte der König seine Verwunderung darüber ans, daß in einer rein administrativen Körperschaft wie dem Wiener Gemeinderat eine antisemitische Strömung zum Durchbruch kommen könne. In Dänemark habe diese Bewegung, welche der König entschieden mißbillige, keinen Boden. — Man schreibt uns: Am 10. Mai starb in Drobabyr; der Titular-Canonicus, Herr Ieddrej Dra;ek, ein Priester im edelsten Sinne des Wortes, der sich durch seine Judenfreundlichkeit auszeichnete. Er war Katechet am Gymnasium. Angehörige sämtlicher Konfessionen gaben ihm das letzte Geleite. — In Wien starb vor Kurzem der als Gelehrter wie als Mensch gleich ausgezeichnete Rabbiner Herr Emanuel Friedländer im Alter von 84 Jahren — Das Kuratorium des isr. Blinden-Instituts in Wien versendete jüngst den Jahresbericht für 1890, dem wir folgende Daten entnehmen: Gegenwärtig sind im Institute untergebracht: 24 Knaben, 24 Mädchen und 5 außerordentliche Zöglinge. Von diesen sind 4 aus Wien, 5 aus Böhme», 5 aus Mähren, 1 aus Schlesien, 3 aus Ungarn, 16 ans Galizien, 1 aus der Bukowina, 4 aus Rumänien» 2 aus Rußland, 1 aus Frankreich. Die 14*

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