Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1891-08-01 · Heft 7 (1.8.1891) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
11 (1891)
Issue
Heft 7 (1.8.1891)
Date
1891-08-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2969669-2969782-2969789--3256-2973157
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

. th. '7-:'. "m - . f ,v??f>;-v;:7 foplätj - MWensclmftlreklz onaiabl ätie# zur Belehrung über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von vr. Adolf Brüll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen nnd Postanstalten des In- und Auslandes. 11. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. Juli 1891. Kummer 7. :-v; Dr. Adolf Jellinek, Prediger der israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Nach sechs und vierzigjähriger reichgesegneter Wirksamkeit als Prediger der israelitischen Gemeinden Leipzig (1845—1856) und Wien vollendet der um das Judentum und die Wissenschaft hochverdiente Gelehrte am 26. Juni sein siebenzigstes Lebensjahr und überall, wohin sein klangvoller Name gedrungen» werden von seinen zahlreichen Freunden, Verehrern und Schülern Vorbereitungen getroffen, um diesen Jubeltag würdig zu begehen und dem Greise mit dem lichten jugendlichen Geiste, der heute noch rührig und rüstig in Wort und Schrift eine hellvolle Thätigkeit entfaltet, Huldigungen aller Art darzubringen. Jellinek gehört zu den elastischen Vertretern des Judentums dieses Jahrhunderts, die auf geistigem Gebiete Grvßes erstrebt und Großes erreicht haben und er gilt darum mit Recht als der bedeutendste jüdische Theologe der Gegenwart, Gerade in unserer verwaisten Zeit, in der sich gesinnungslose Mittelmäßigkeit überall gerne breit machen möchte, in der die Männer immer seltener werden, die durch Gelehrsamkeit und Charaktergröße ausgezeichnet, an die Befreiung, Veredlung und Verjüngung des Judentums ihre ganze Kraft gesetzt haben, das von außen vielfach angefeindet und nach innen in das alte Geistesghetto zurüchgedrängt wird, müssen wir mehr denn je auf Männer wie Jellinek Hinweisen, deren Wollen und Wirken im Judentume mustergültig und richtunggebend fein sollte. Jellinek von einem inneren geistigen Berufe getrieben, stellte in seiner Wirksamkeit stets die höchsten und größten Anforderungen an sich selbst und ließ in derselben die Gesammtheit nie aus dem Auge.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.