Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 11 (1891)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1891)
- Date
- 1891-05-01
- Page
- Seite 119 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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.< ■- \ ' — 119 — in weiten Kreisen wegen seiner gemeinnützigen Wirksamkeit bekannten Mannes und aus Wien von dem Hinscheiden des Herrn Dr. Wilhelm Schlesinger, geboren zu Preßburg 1816, eines durch seine litterarische Thätigkeit und gesellschaftliche Stellung hochgeschätzteil Mannes. — Nach Paris wurde Herr I. H. Dreyfnß aus Krüssel als Grobrabbiner berufen. — In einer der letzten Sitzungen der Akademie der Wissenschaften in Paris hat M. Lippmanu, eines ihrer Mitglieder, eine bemerkenswerthe Erfindung mitgetheilt, nämlich die Photographie in Farbe», welche geeignet erscheint, eine große Umwälzung in der Kunst des Photographierens herbeizusühren. — In Pan starb Herr Rabbiner W. G. Urtlrr früher in Nizza. — Herr Baron v. Rothschild kaufte in Ustza die Billa Gambetta au,, die er in ein israelitisches Asyl umwaiideln läßt. — Unter dem Titel „Revue Hebraique“ erscheint i» Paris unter der Redaetion des Herrn Salomon Fuchs eine hebräische Monatsschrift. Bon den Mitarbeitern heben wir die Herren Salomon Buber, Dr- Joel Müller und Jakob Neifinniiii hervor. — Der Herausgeber und Chef- Nedacteur des „Archives Israeli tes“, Herr Isidore Caheu in Paris hat nach ckOjähriger Thätigkeit seinem hisherigen bewährten Mitarbeiter, Herrn A. Prague, die Redaction dieser Zeitung übertragen. — Der Capitän der Infanterie in Paris Herr Iulins Heymann wurde zum Major befördert. — Das Schloß, welches Herr Leon Loeb sich in Ghautilly erbauen läßt, enthält auch eine Synagoge. — In Ui;;» starb Frl. Rosine Sloch. Dieselbe ivar früher Primadonna an der Pariser Oper. Im November 1890 führte sie die Nolle der Delila in Saint-Saents Oper „Samson und Delila" aus. Frl. Bloch starb infolge einer Erkältung, welche sie sich zugezogen hatte; dieselbe war erst 42 ftaljve alt. Ihr erstes Auftreten erfolgte in der Oper im Jahre 1865 und ihre schöne Erscheinung sowie ihre prächtige Stimme verhalfen ihr zu einem glänzenden Erfolge. — In Paris starb Frau Helene Fould, Schtvügeriil des ehemaligen Finanzministers Achille Fould. Sie war eine geborene Oppenheim aus Köln. Die Verstorbene soll mehr als 100 Millionen Francs hinterlassen haben. — In Paris starb Herr Eugen Lisbonne Mitglied des Senats. — Das Institut de France in Paris hat Herril Ja»imes Darmsteter für sein Werk: „Die Bolksgesänge der Afghanen" den Ioluey» Preis (eine goldene Medallie im Werthe von 1500 Frcs.) verliehen. — Am 20 Dezember hielt Herr Professor Eagual in der Gesellschaft „Fes etudes juives“ in Paris einen Vortrag „über die römischen Heere bei der Belagerung von Jerusalem."—Hr. Dr. Iulins Gppert in Paris wurde zum Präsidenten der Academie des Inscriptions et Beiles Lettres erwählt. Ein Ahne Opperts Ivar Hoffactor des Kaisers Leopold I. und lebte gegen Ende des 17. Jahrhunderts in Wien. — Herrn Dr. G. Werthrimer wurde zum Professor der Physiologie an der Universität in Lille ernannt. — Der Französische Staatsrath hat in Bezug auf das Rekrutirungsgesetz die Entscheidung getroffen, daß Pastoren und Rabbiner an der Spitze eines Rabbinatssprengels in Friedenszeiten vom Heeresdienste zu dispensiren seien. — Man berichtet uns: Herr L. Kahn in Krüssel ließ dem König Leopold II. am seinem Jubiläumstag am 17. December eine von ihm verfaßte hebräische Cantante überreichen nebst einer Adresse in welcher er deti Gefühlen der Dankbarkeit der Israeliten und ihrem Patriotismus Ausdruck lieh. — Herr Professor |. Gnidi in Kom hat einige hebräische Grabschriften ans der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts veröffentlicht. — In Kom fand am 23. Jan. ein hebräisches Concert in der Sala Dante statt. Aristide Franceschetti unternahm es, unter Mitwirkung der hervorragendsten künstlerischen Kräfte Musikstücke zur Aufführung zu bringen. Voraus ging ein Vortrag über althebräische Musik. — Die.Schulverwaltung in