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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1891-05-01 · Heft 5 (1.5.1891) · page 1

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
11 (1891)
Issue
Heft 5 (1.5.1891)
Date
1891-05-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r f oplätj - wissenschaftlich^ onai§blatieß zur Belehrung über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf Brüll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des Inrmd Auslandes. 11. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. Mai 1891. Kummer 9. Ginleitende Ideen zur Geschichte der Juden und des Judentums. Vortrag, gehalten am 27.Januar 1891 im jüdischen Litteratur-Berein zu Bochum von Dr. M. Silberstein, Stadt- und Bezirksrabbiner in Wiesbaden. Verehrte Versammlung! Noch erfüllt von dem wohlthuenden Eindrücke, den ich im vergangenen Winter in Ihrer Mitte empfangen, bin ich um so bereitwilliger der ehrenvollen Einladung gefolgt, die mich auch heute wieder an diese Stätte, in Ihre Mitte geführt hat. Ja, es drängt mich bei diesem Anlasse, Ihnen meine volle und ganze Anerkennung dafür auszusprechen, daß sich diese Gemeinde schon seit längerer Aeit der leider noch immer so spärlichen Anzahl von Gemeinden angeschlossen, in denen neben der Kanzel sich das Katheder erhebt, von dem herab das Wort der Belehrung den Genossen der Gemeinde gespendet wird. Denn wenn ich auch weit davon entfernt bin, die Bedeutung der Kanzel, ihren Einfluß, ja selbst ihre Macht zu unterschätzen — ihre Wirksamkeit erstreckt sich doch mehr auf die Herzen der Hörer. Die gemütliche Seite soll durch sie vorzugsweise in Bewegung gesetzt, angeregt und hierdurch auf den Willen der Hörer eingewirkt werden. Und wenn auch die Kanzel, insbesondere die israelitische, niemals darauf verzichten wird, auch den Geist der Hörer in Anspruch zu nehmen, das Denken anzuregen, so stellt sie beides doch mehr oder weniger in den Dienst der praktischen Seite des religiösen Lebens. Darum sollte meines

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