Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 9 (1889)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1889)
- Date
- 1889-02-01
- Page
- Seite 48 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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48 lichen Genauigkeit hergestellt und für den Gebrauch des Werkes kommen uns vortreffliche Register zur Hülfe. Besonders zu rühmen ist auch die.äußere Ausstattung, die dem Werke sehr zu Gute kömmt. — Samson Wrrtheimrr, der Gberhoffartor und Landesrabbiner (1658—1724) und seine Kinder, von Prof. Di'. David Kaufmann (Wien Beck 1888) Aus einer Menge vielfach zerstreuter Notizen und bisher ^verborgen gebliebener Urkunden hat der gelehrte Verfasser ein lebensvolles und farbenreiches biographisches Gemälde zu entwerfen gewußt, in welchem die geschäftliche, politische, literarische und philanthropische Thätigkeit Samson Wertheimers, dessen Name heute noch in jüdischen Kreisen eine gewisse Berühmtheit genießt, geschildert wird. Auch über manche zeitgenössische Persönlichkeiten, niit denen Wertheimer in Verbindung stand, wie z. B. über den Rabbiner Weir b. Isak in Eisenstadt erhalten wir beachtenswerte Mitteilungen. Bemerken wollen wir nur gegen S. 57 A, daß der Verfasser des kabbalistischen Werkes „Wejakhel Mosche" in der That den Familiennameu „Graf" geführt hat, was aus dem Akrostich in dein Proömium dieses Werkes zu ersehen ist. — Eine Monographie, betitelt „Saadja Gaon" von Dr. S. A. Gaubeles in Wsenz, stellt auf Grund eingehenden Studiums der Quellen und Vorarbeiten Alles zusammen, was über Leben und Wirksamkeit dieses bedeutendsten aller Gaonen auf uns gekommen ist. Es ist bereits so Vieles über denselben geschrieben worden, daß eine zusaminenfassende lieberschau der betreffenden Litteratur selbst schon ziemlich dankenswert erscheint. — Aus einer Berliner Handschrift hat Dr. Hermann Kanneth eine bisher unbekannt gebliebene religiöse Betrachtung des samaritanischen Schriftstellers MarKa, die an die Buchstaben des hebräischen Alphabets anknüpft, mit deutscher Uebersetznng, Einleitung und Anmerkungen herausgegeben. Die Schrift ist als Probe des theologischen Schrifttums der Samaritaner von inhaltlichem Werte, der durch das philologische Interesse, das sie gewährt, noch erhöht wird. — Zur Kenntnis der Formenlehre des neuhebräischen Sprachidioms liefert die Schrift „Das Derbnm der Wischnahsprache" von Di.Salomon Stein (Serlin, Mayer nnd Müller 1888), in der die einzelnen Bildungen der Verbalformen dargestellt und durch zahlreiche Beispiele belegt werden, einen fördernden Beitrag. Der Verfasser hat dir ältere Traditionslitteratur zum Zwecke seiner Arbeit recht fleißig durchforscht. — „Jüdische Geschichte von Eduard Krähe, Stadtschulrat in Kalle a.S>, ersterEeil» von ihrenAnfängen bis zumUntergang des Seiches Juda" (Berlin 1888, Oehmigke). In dem aus Vorlesungen hervorgegangenen Werke haben die Ergebnisse der neuesten archaeologischeu Untersuchungen die gebührende Berücksichtigung gefunden. Der christliche Standpunkt des Verfassers wird zwar ausdrücklich betont, doch wird die historische Auffassung dadurch nicht beeinträchtigt. Die Darstellung ist recht anschaulich und bringt besonders die Einzelheiten in die rechte pragmatische Verbindung, die in den Quellenschriften nicht immer so klar zu erkennen ist. Inhalt: Berthold Auerbach als Jude. Von Rechtsanwalt Emil Lehmann in Dresden. (Forts.) — Prof. I. G. de Hoop-Scheffer über die erste Ansiedlung von Juden in Amsterdani. — Die Juden in Oesterreich. II. — Das Heil kommt von den Juden. Von C. Wagner in Sydenham. —- Die sociale Frage im Judentum. Bon vr. Adolf Kurrein, Rabbiner u. Prediger in Teplitz. — Monatsschau. — Referate und Mitteilungen. — Beilage. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber 1)r. Adolf Brüll; in Kommission für den Buchhandel bei Franz Benjamin Auffarth; Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.