Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 7 (1887)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1887)
- Date
- 1887-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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DoM« -räsenschaftttcty Äiir ttesehrung fißer bas 3ubentiim für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf Brnll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des In- und Auslandes. 7. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. September 1887. Nummer 11. Jum flevztgflen Heburtstage des Wrof. Keinrlch Hraetz. n. Wir haben diese ganze Diatribe deshalb hier mttgeteilt, um an einer größeren Probe das Stiltalent und allerdings auch die Hypertrophie des Stils zu zeigen, mit dem Graetz debütierte; vor Allem aber ist daraus zu ersehen, daß die Orthodoxie, die ein Jahrzehnt später so wütend über den vierten Band von Graetz Geschichte herfiel, sich schon früher dies Vergnügen hätte verschaffen können, denn nur die oben angeführten Sätze bieten tausend Gründe, um eine» Menschen auf den von der Orthodoxie geschürten Scheiterhaufen zu liefern. Graetz ist sich eines Gegensatzes zu Hirsch in jener Zeit nicht bewußt geworden, er hat vielmehr seine erste selbständige größere Arbeit «Gnosticismus und Judentum", „Sr. Ehrwürden dem Herrn Landrabbiner Samson Raphael Hirsch, dem geistvollen Kämpfer für das geschichtliche Judentum, dem unvergeßlichen Lehrer, dem väterlichen Freunde in Liebe und Dankbarkeit" gewidmet. Derselbe Graetz, der in den oben citirten Sähen Zunz ein begeistertes Lob spendet, feiert und verehrt auch Hirsch; ihm schien das „geschichtliche Judentum" der gemeinsame Boden, auf dem alle diese Männer, deren Verschiedenheit in den religiösen Anschauungen er nicht verkannte, zusammentrafen und sich sehr gut vertragen konnten. Die gewaltsam erzeugte und erweiterte Kluft zwischen geschichtlichem Judentum und Orthodoxie war damals noch nicht vorhanden. Hirsch und Jellinek scheinen uns heute himmelweit von einander zu stehen, aber im Orient lesen wir eine Anzeige eines Hirsch'schen Buches, die nach dem Register vvn Jellinek herrührt, in welcher dieser geistvolle, gelehrte und für das fortschritt-