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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1887-08-01 · Heft 8 (1.8.1887) · p. Seite 185

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 8 (1.8.1887)
Date
1887-08-01
Page
Seite 185 (sequence 17)
Language
German
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185 Vergütung 493 Personen, unentgeltlich 279 Personen, versicherte Dienstboten 84. — In Berlin predigte in der Kaiserstraßen-Synagoge auf Aufforderung des Vorstandes Herr Dr. Joel Müller, Dozent an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, am verflossenen Wochenfeste zweimal niit vielem Beifall. — Herr Z. Aschroth in Cassel hat der englischen Eolonie daselbst ein Grundstück unentgeltlich überlassen, auf welchem am 21. Juni als am Tage des Regierungsjubiläums der Königin Viktoria der Grundstein zuin Bau einer englischen Kirche gelegt wurde (St. Alban's Church). — Wie in Bayerische» Blättern berichtet wird, haben die Juden in Mrth nicht nur viel Geld zum Bau einer protestantischen Kirche daselbst gespendet, sondern auch nebstdem einen Aufruf an ihre Glaubensbrüder erlassen, um sie zu weiteren Gaben hiezu zu veranlassen. — In Trier erscheint unter Redaktion des Herrn Lehrer A. Uußbaum ein „Israelitisches Volksblatt." — In Hamburg (1. Elbstraße 29) hat Herr George Kramer eine jüdische Buchhandlung eröffnet. — Der Kultusminister Dr. von (Boßler hat am 12. Juni auf seiner Inspektionsreise auch der Synagoge in Bronrberg einen Besuch abgestattet. — Dem israelitischen Waisenhause in Duislacken find die Rechte einer juristischen Person erteilt worden. — In Berlin hat sich ein Verein zur Verbreitung der heiligen Sprache in Deutschland mit Namen „Beth-Jsrael" gebildet. — Der „Hamagid" berichtet, daß jüngst bei Gelegenheit einer Sammlung für das Moses Mendelssohn-Denkmal in Dessau ein Jude in Frankfurt a. M. nur eine kleine Gabe geschenkt habe unter beigefügter Entschuldigung: „Ich bin gar nicht musikalisch." — Am 20. Mai starb in Berlin Frau Iannij Goldberger, Dame des Louisenordens, eine Frau, die sich durch ihre opferwillige Beteiligung an humanitären Bestrebungen auszeichnete. — In Leipzig starb der langjährige Sekretär der jüdischen Gemeinde Herr Oberlehrer Dr. Emanuel Lainosh. — Am 8. Juni starb in Bielefeld Frau Wittwe Heilbronn im Alter von 100 Jahren. — Am 2. Juni wurde in Berlin das Schefftel'sche Ehepaar» das in Paris beim Brande der Opera Comique ums Leben kam, zu Grabe getragen. Herr Dr. Maybaum hielt eine ergreifende Grabrede. Die bei demselben traurigen Ereignisse umgekommenen Eheleute Herr Emil Dessauer aus Wien, ein Frankfurter von Geburt, und dessen Frau Jda, geb. Biach, wurden in Wien bestattet. Herr Prediger Dr. Äellinek sprach tiefempfundene Worte des Trostes. — In Nienburg a. d. W. starb Herr Jonas Valentin» der langjährige verdiente Vorsteher der dortigen jüdischen Gemeinde. Herr Lehrer Eckmann gab der allgemeinen Teilnahme tiefempfundenen Ausdruck. — In Krosse» an der Oder starb der verdiente Lehrer der dortigen Gemeinde Herr C. Gossels. — In Meran starben der Pathologe Prof. Carl Iriedländer aus Berlin und der Ehrenbürger der Stadt Mrth Dr. Wilhelm Köuigsivarter, daselbst am 9. März 1809 geboren. Herr Bürgermeister Langhaus hielt letzterem in der Magistratssitzung vom 20. Mai einen ehrenden Nachruf. Am 22. Mai fand iin Rathaussaale zu Kurth an der Urne, in welcher sich die Asche des Verstorbenen befand, eine Trauererfeier statt. Es ist dies wohl der erste Fall der Beisetzung eines im Feuer bestatteten Juden auf dein jüdischen Friedhofe in Fürth. — In Langendorf wurden auf dem alten jüdischen Friedhofe Gräber geschändet. — In Zittau ist die Aussicht, den neuen jüdischen Friedhof zu eröffnen, durch die in Folge der Wolkenbrüche und Ueberschwemmungen allgerichteten Verwüstungen in die Ferne gerückt. — Paul de Lagarde in Göttingen hat am 19. Mai 1887 an den Abgeordneten von Schönerer in Wien ein Dankschreiben gerichtet für dessen „mannhafte Rede", die er am 28. April im Oesterreichischen Abgeordnetenhause gehalten. — Nach dein Cljah sollen in jüngster 16

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