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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1887-03-01 · Heft 3 (1.3.1887) · p. [Seite]

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
7 (1887)
Issue
Heft 3 (1.3.1887)
Date
1887-03-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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.; , rpr ,\*Y! V fepliii -iriMwtsidraftlkfy täbXHttcr^ zur Belehrung üöei* Öas Judentinn für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf Brüll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des In- und Auslandes. 7. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. März 1887. Nummer 3. Pie Einheit Israels. „Und diese Tage sollen in Erinnerung erhalten, sollen festlich begangen werden in jedem Zeitalter, in allen Häusern, in allen Städten und Ländern. Diese Tage, in denen das unglückliche Los Israels sich in so unverhofftes Heil umwandelt hat, sollen in Juda nie unbeachtet vorübergehen und ihr Gedächtnis soll nie erlöschen in seiner Mitte." Mit diesen Worten fordert die Denkschrift, die voll der Rettung Israels zur Zeit Mordechais und Esthers erzählt, uns auf, alljährlich in dem Moilate der Freude ein Fest der Freude vor Gott zu feiern, ein Fest des Dankes und des Jubels ob der Erhebung und Erlösung, durch die damals Israel das ihm entrissene Recht seines Daseins wiedergefunden hat, wiedergefunden die ihm geraubte Hoffnung in seine Zukunft. Es ist das die erste schwere Gefahr, die an das Israel der Zerstreuung war heraugetreten; es ist das die erste blutige Verfolgung, von der es in fremden» Lande sollte heimgesucht werden. Unter allen den verschiedenen Stämmen und Völkern, die in dem weiten persischen Weltreiche wohnte»!, sollte Juda allein, ausnahmsweise, der Schmach, dem Tode, der spurlosen Vernichtung preisgegeben werden, das ganze Volk — weil einer in seiner Mitte sich vergangen, einer dem Emporkömmling, den die Gunst eines launenhaften Alleinherrschers zu einer hohen Machtstufe erhoben hatte, nicht die Ehrerbietung und Huldigung dargebracht, die alle die feilen Höflinge ihm bewiesen. Es war das das erste Mal, daß unsere Väter, die, treu den Mahnungen ihrer weisen Lehrer, überall wo sie wohnten, das Wohl des Landes hoben und förderten, es erfahren sollten, wie dennoch kein Recht für sie bestehe, es fühlen sollten, wie sie dennoch da als schutzlose Fremde angesehen

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