Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1885)
- Date
- 1885-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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foptmi - wWensclisMcliq O Jt Zt tsi bliittc t" zur lletetzriing liker das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. Mrgan des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf B r i, l l. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zu beziehen dllrch alle Buchhandlmiczen und Postanstalten des In- und Auslandes. Jnsertionspreis pro gespaltene Zeile 20 Pf. Alleinige Jnseratenannahme: Annoncen-Expedition Ha äsen st ein L Vogler. 5. Jahrgang. Frankfurt a. SM., den 1. November 1885. Nnmmer 11. „Jüdische Kochschuten." Vortrag, gehalten im Saale der Gesellschaft der Freunde in Berlin am 26. Januar 1885 von Dr. Joel Müller, Docent für die rabbinischen Fächer an der Lehranstalt für die jüdischen Wissenschaften in Berlin. Hochgeehrte Versammlung! Zu den poetischen Erzeugnissen und Dichtungen, welche dem gemütsreichen jüdischen Leben des Mittelalters entstammen, zählt auch die Paradiesessage. Sie giebt Kunde von den reinen Freuden der Seligen in einer glücklichen Welt, sie spricht von den Geistern der Frommen, welche, losgelöst von der Hülle des Leibes,' im Anschauen Gottes, im Sonnenlichte der Wahrheit ewigen Lohn finden. In dieser Paradiesessage wird auch eine große und ragende Hochschule beschrieben, die ihre Hallen über den Wolken öffnet, eine himmlische Jeschiba. Dort führt ein jugendlich klarer Geist, der Engelfürst der Thora, den Vorsitz. Seinem Munde entströmen Wahrheit und lautere Kenntnis. In diesen weiten Säulengängen versammeln sich die abgeschiedenen Geister der Weisen und Lehrer, die einst auf Erden gedacht und geforscht und an der Spitze der Schulen gewaltet und gewirkt haben. Nun hören sie verklärt die himmlischen Worte und Winkes. Das Entstehen dieser Sage ist dadurch zu erklären, daß die hohen Schulen der Wissenschaft sich im Stammes- und Glaubensleben der Israeliten l) Hechalot Rabbati in Jellinek B. hamidrasch III. S. 75; Leder Gan Eden das. S. 136.