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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-07-01 · Heft 7 (1.7.1885) · p. [Seite]

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 7 (1.7.1885)
Date
1885-07-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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flojmläti - MMnsclmstlickq zur Aefehruug über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. Organ des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf Brüll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des In- und Auslandes. Jnsertionspreis pro gespaltene Zeile 20 Pf. Alleinige Jnseratenannahme: Annoncen-Expedition Haasenstein & Vogler. 5. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. Juli 1885. Nummer 7. Ale Speiseregekn des Wytfiagoras, verglichen mit denen des Leviticus. Von Adolf Waldauer. Die heiligen Schriften geben uns ein anschauliches Bild nicht nur von dem religiösen Dasein sondern auch von dem häuslichen Leben und den täglichen Beschäftigungen der alten Hebräer, und wir können uns auf Grund der darin enthaltenen kulturgeschichtlichen Schilderungen noch deutlich genug vorstellen, wie die israelitischen Bräuche denjenigen erscheinen mußten, welche das palästinische Land als Fremde besuchten. Zwar konnte der Reisende, welcher der hebräischen Sitte, Religion und Sprache unkundig war, die Eindrücke, die er empfing, oft nur in subjektiver oder geradezu falscher Gestalt wiedergeben. Aber wenn er auch vielem, was er mit eigenen Augen sah, eine unrichtige Begründung gab oder einen mißverstandenen Zweck zuschrieb, so war doch seine Erzählung der mit eigenen Augen gesehenen Thatsachen in den meisten Fällen wenigstens richtig. Dem Fremden nun konnte im jüdischen Lande vielleicht nichts so sehr in die Augen fallen, wie die Eigentümlichkeit der täglichen Speise. Wenn ein reiselustiger Grieche in einer der am Meere gelegenen Städte Palästina's landete, so mußte er es bald empfinden, daß er hinsichtlich der Speisen an gewisse landesübliche Gebräuche gebunden sei. Die Art des Opferns, die sich wesentlich von dem hellenischen Opferritus unterschied, der Mangel an Speisen gewisser Tiere, welche ihm sein Dolmetscher als verbotene bezeichnen mochte, die Besonderheit des Essens, indem

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