Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 5 (1885)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1885)
- Date
- 1885-04-01
- Page
- Seite 84 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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84 wahrnehmen, so am 12. März 1852, am Tage seines 2bjähr. Jubiläums, ferner an7ft KebiiiM-W M ^chebqt 1871 beim KOML-^AwtLi.Mläum-126.. Sevt., 1817). das sich durch die Freude der ganzen Gemeinde, durch Hunderte von Glückwünschen aüs'der Nähe und Ferne, durch die Teilnahme zahlreicher Amtsbrüder, durch Deputierte der staatlichen, jüdischen und geistlichen Behörden und Ovationen verschiedenster Art zu einem weihevollen Festtage gestaltete. Beim Festgottesdienst schilderte Rabbiner Dr. Goldschmidt- Leipzig H.'s Stellung in dem jüdischen Kulturleben der Neuzeit, und Rabbiner vr. Rahmer-Magdeburg würdigte die literarischen Arbeiten desselben, sie mit den drei Büchern des Königs Salomo vergleichend. Der Herzog Friedrich von Anhalt verlieh dem Jubilar den VerdiMtordeu.für. WUeDUfk MUKunst, Vörstand und Repräsentanten M Gemeinde Äeruburg überbrachten eine Adresse, das Centralkomitä der Alliance israälite gab durch seinen Präsidenten Cremieuxiu einem herzlichen GlückwunschschMen^) der Hochachtung gebühretzdeNÄusdruck, Md der mmschenfreüMiche, hoiWdle Jacob Nachod ehrte H. durch Überreichung der Gründungsurkunde für die Herxheimer-Stiftung und einer Adresse des deutsch-israelitischen Gemeindebundes.^Während die Adresse H. mit Recht als den Helo des Friedens feiert,' . -7,lMcher inmitten des deutschen Judentumes, still und schlicht, mit der rührenden Einfachheit des echten Menschenwohlthäters den Baum pflanzte, welcher ganzen Generationen Labung und Erfrischung geben sollte", hebt die Urkunde der, zur Beschaffung von Stipendien für junge Leute, die sich dem Religionslehrerfache widmen, von Verehrern in Leipzig gegründeten, unter her Leitung des Deutschisraelit.-Gemeindebundes segensreich wirkenden Stiftung:!j die Verdienste Herxheimers, welcher ein steter Freund und Förderer der Lehrer und des Lehrerstandes war, unl die Hebung des jüdischen Schulwesens hervor. Als Motive für die Stiftung werden angegeben: „Im Zusammenhänge mit der deutschen Entwicklung überhaupt, die ihre Impulse nicht immer von großen Mittelpunkten aus erhielt, war es die im Verhältnis zu andern numerisch nicht sehr große Gemeinde Bernburg, deren Lehrer durch seine, 1831 zum ersten Male und im Jahre 1875 in 25. Aufl, erschienene Glaubens- und Pflichtenlehre" für israel. Schulen sich um Judentum und Judenheit Verdienste von unberechenbarer Tragweite erworben und so den Wahlspruch: „Hier habt ihr Samen!" —rechtfertigte, den er seinem Buche als Motto vorsetzte, denn fürwahr, ein Samen ward durch dieses Buch ausgestreut, welcher segensreichste Frucht trieb und Segen zu schaffen fortfahren wird bis in die spätesten Geschlechter." Demselben Gedanken giebt noch einmal das Schriftstück Ausdrück, welches, amLL Jgn. 1881, aus Anlaß seines 80. GMrtstages.. H. die Kunde bringt,.. daß. er. ^-D^mm»tgk«he^.W,Heutschisrael. Gemeindebundes ernannt sei „in Anerkennung der großen Verdienste, ') Jq einem mir von Herrn I. Bondi in Mainz freundlichst übergebenen Mohelbuch seines Großvaters, des sel. Jonas Bondi, berichtet dieser, daß er am 1. Adar 556 t in Dotzheim Gerschon bar Jizchak, das 2.. PwillingskMd, und sein Schwager R. Barnch SchHek^sT-rr' f i lMs^Ujsi>"M''W>HsfsMküMMngen' ergaben) m den Bund AbrähäW eingeführt habe. ' > -) Dasselbe lautet: Cinquante annees passees ä la t@te de tos ouailles, l’enseignement religieux repandu eil Allemagne par un catechisme dont le succes si merite a depasse tout ce qu’on a vu en ce genre, uue application constante ä la Science juive, sont des titres pr6cieux qui vous signalent parmi les illustrations israelites de tous les pays et vous assurent la veneration de tout coeur attache qu judaisme. 3) Über die Herxheimer-Stistung vgl. Jacobsohn, der Deutsch-Israelitische Gemeindebund. 37 ff. und Anlage B, S. 61 (Statut).