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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-02-01 · Heft 2 (1.2.1885) · p. Seite 43

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 2 (1.2.1885)
Date
1885-02-01
Page
Seite 43 (sequence 19)
Language
German
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43 500 Rubel zur Verteilung an jüdische Arme Mit der Leiche des edlen Spenders wurde vor der Synagoge angehalten, woselbst der Rabbiner einen ehrenden Nachruf hielt. — Der österreichische Unterthan, Herr §. preißmami, Student an der Universität Odessa, hat durch ein Immediateingabe an den Zaren gegen die bisherige Gepflogenheit seine Aufnahme in den russischen Untertanen-Verband bewirkt. Nach einer Mitteilung des „Hazephira" kam ein Jude, Namens Aron Koscher, von Kowno zu Fuß nach Berlin, um in die dortige Universität ausgenommen zu werden. Der Wissensdurst des armen Studenten bewog die Herren Professoren ihn aufzunehmen mid ihm von Seiten der Regierung eine Unterstützung zu verschaffen. — Wie der „Hainelitz" berichtet, lebt in dein russischen Dorfe Schkadrow ein Mann, der „alte Jakob" genannt, welcher das Alter von 120 Jahren bereits überschritten hat. Der Greis erfreut sich noch eines ungetrübten Augenlichtes und ist so kräftig, daß er im Walde Holz schlägt und mehrere Male in der Woche zu Fuß nach dem zwei Stunden von seinem Heimatsorte entfernten Letitschew wandert. Vor einigen Monaten erkrankte er, man sah allgemein seiner Auflösung entgegen und berief die Kinder, Enkel und Urenkel an das Krankenlager. Aber der Huntertzwanzigjührige erholte sich und ist heute wieder so kräftig wie zuvor. — Herr Leonardi Carpi, Generalinspektor der Serbischen Bahnen, hat von dem Könige den Takova-Orden erhalten. - In Bukarest wurde ein Hospital, „Charitas", zur Aufnahme von Kranken ohne Unterschied der Konfession seiner Bestimmung übergeben. Herr Rabbiner Dr. Beck hielt die Weihrede. — In Uew-Uork wurde das Waisenhaus, zu dem am 1b. Mai 1883 der Grundstein gelegt wurde und in welchem 800 Kinder Unterkommen finden können, eröffnet. - In Auckland, südlich von Neu-Seeland, geht man an den Bau einer neuen Synagoge uub in Kingston ist eine Synagoge gemeinsam für die deutschen und portugiesischen Juden errichtet worden. — In Hmnadan, dem früheren Susan, regt sich Hamangeist. Die Perser haben dort Feuer an die große Synagoge gelegt, was in vielen Städten Persiens Nachahmung fand. — In Jerusalem hat sich ein Verein der Olivenholzarbeiter gebildet unter Leitung des Herrn Moses Slotlriu. Bekanntlich haben daselbst auch die Missionare Fabriken zur Erzeugung von solchen Gegenständen errichtet. — Ein junger Schreibkünstler in Jerusalem hat an Montefiore ein kunstvolles Glückwunschschreiben gerichtet. Er schrieb 386 Buchstaben auf ein Waizenkorn. Willeikungen. Rev. Uaphtali Levy in London hat die halachische Litteratur mit einem ausführlichen und weitläufigen Doppelcommentar zu den in Joreh Deah No. 240 und 241 enthaltenen Vorschriften über die Pflichten der Kinder gegen die Eltern bereichert. Die praktische Bedeutung, die der Verfasser seinen Erläuterungen vindicirt, wird zwar dadurch, daß jene Vorschriften, welche die im Talmud festgesetzten äußeren Formen der Elternverehrung zum Inhalte haben, im Allgemeinen selbst blos zu theoretischer Geltung gelangt sind, wesentlich ver- 4*

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