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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1885-02-01 · Heft 2 (1.2.1885) · p. [Seite]

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
5 (1885)
Issue
Heft 2 (1.2.1885)
Date
1885-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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fopliiti - ttifescnsttaffM^ o tt zt ts t» l H11 c t~ jur töefetjrung «6er das Dubeutum für Gebildete aller Konfeffionen. Mrgan des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. M. Herausgegeben von Dr. Adolf Briill. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des In- und Auslandes. Jnsertionspreis pro gespaltene Zeile 20 Pf. Alleinige Jnseratenannahme: - Annoncen-Expedition Haasenstein & Bögler. 5. Jahrgang. Frankfurt a. Dl., den 1. Februar 1885. Nummer 2. Gin Workämpfer des modernen Judentums. (Vortrag gehalten im Mendelssohn-Verein zu Frankfurt a. M. am 15. Dezember 1884 von vr. S. Sal selb, Großherzoglichem Rabbiner zu Mainz.) An einem Frühlingsmorgen des Jahres 1814 eilte über die Schiffbrücke, welche die beiden Ufer des Rheinstroms verbindet, ein schlichter jüdischer Geschäftsmann mit seinem dreizehnjährigen Sohne dem goldenen Mainz zu. Mit Tagesgrauen hatten sie ihren Wohnort, das wWge, efne 'halbe Stünde jenseits Wiesbadens gelegene Dorf Dotzheim verlassen und näherten sich nun, sichtlich erfreut, dem Ziele ihrer Wünsche. Der Vater, ein unbemittelter, streng redlicher Mann war beglückt in der Ahnung, daß die Saat seiner sorgsamen Erziehung zu reifen beginne. Die wenigen Mußestunden, welche eine anstrengende Erwerbsthätigkeit ihm gelassen, hatte er im Verein mit den jeweiligen Ortslehrern der Ausbildung seines Kindes, welche sich nach der Sitte jener Zeit auf die Kenntnis des rabbinischen Schrifttums beschränkte, gewidmet. Jetzt durfte er, der auch etwas „lernen" konnte, hoffen, sein Sohn werde sich unter der Führung des gefeierten hochgelehrten Rabbiners zum großen Gelehrten ausbilden. Aus den Augen des schmächtigen, hagern Knaben, dessen Wangen eine frische Röte überzog, strahlte eine seltene Freude: bald gehörte er zu den Jüngern eines Meisters, den man weit und breit verehrte. Wie einst der vierzehnjährige Mendelssohn vor dem Rosenthalerthore in Berlin, dem einzigen, durch welches Juden in die Residenzstadt Friedrichs des Großen einwandern durften, stand der Knabe-^Salomon. Herxheimer war sein Name — vor den Toren Mainz', mit VerMMMung

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