Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 4 (1884)
- Issue
- Heft 3 (1.3.1884)
- Date
- 1884-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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PoMn! - MWenscksstlick^ z u r -11 c f c f) nt n g it 6 e r bas 3 u b e n t n in tt tt tt t ss U l H t f c f für Grbil-ele aller Konfessionen. Grgan des Mendelssohn-Vereins in Frankfurt a. lN. Herausgegeben von Dr. Adolf Brnll. Abonnementspreis Mk. 6 per Jahr. Zn beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten des In- und Auslandes. 4. Jahrgang. Frankfurt a. M., den 1. Mürz 1884. Nnminer 3. Km Wort zur Zeit! Geehrter Herr Redakteur! Auf dem Kopfe Ihres Blattes stehen die Worte: „Populär-wissenschaftliche Blätter für Gebildete aller Konfessionen." Und in der That ist ein Blatt, welches die Gebildeten aller Konfessionen über Inden und Judentum aufklärt, ein Bedürfnis unserer Zeit. Denn die Gebildeten unter unseren Glaubensgenossen wissen ebenso wie unsere blinden Gegner blutwenig von den Geistesschätzen unserer reichen Literatur. Wenn nun die gediegenen wissenschaftlichen Aufsätze dieser Zeitschrift auch nur ein geringes Schärflein beitrügen, dem überhandnehmenden Materialismus unserer Zeit zu steuern und den Sinn für das Ideale und Wahre zu wecken, schon dann würde sie einen Willkommgruß in jedem gebildeten Hause verdienen. Denn in unserer ideallosen Zeit ist es schon ein hohes Verdienst, den Pfad zu suchen, der uns allmählich aus Wahn und Wirrsal in das gelobte Land der Vorurteilslosigkeit führt. — Ihn finden? wer weiß, wann der gottbegnadete Prophet erstehen wird, der dies vollbringt? Begnügen wir uns also, die rechten Pfade eifrig zu suchen! Vielleicht lenkt folgender Vorschlag, wenn auch nicht zum Ziele, so doch in den richtigen Weg ein. Wie einmal die menschliche Natur zwiespältig angelegt ist, denkend und fühlend, betrachtend und empfindend, so daß bisweilen der Kopf über das Herz, bisweilen das Herz über den Kopf die Übermacht gewinnt, so muß auch ein Blatt für die Gebildeten nicht blos die denkenden, sondern auch die fühlenden Leser nicht nur den Verstand, sondern auch das Gemüt beschäftigen. Hat ja auch im Judentum nicht allein die Halacha, die scharfsinnige Diskussion und