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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1883-03-01 · Heft 3 (1.3.1883) · p. Seite 72

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
3 (1883)
Issue
Heft 3 (1.3.1883)
Date
1883-03-01
Page
Seite 72 (sequence 24)
Language
German
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72 wieder von Herrn Rabbiner Dr. I. S. Bloch, Wien—Floriesdorf in einer Schrift „des k. k. Prof. Rohling nenesten Fälschungen" beleuchtet worden, die als Antwort auf eiiren a»n 31. Dezember 1882 in der „Tribüne" erschienenen Verteidigungsartikel des Prager Professors, der in Wissenschaft mit „Amtseid" macht gegen eine frühere Schrift des Herrn Dr. Bloch, anzusehen ist. Die Beilage der „Wiener Allgemeinen Zeitung" (24. Januar) enthält ein Schlußwort an Herrn Prof. Ang. Rohling in Prag. Herr Dr. Bloch schreibt mit Sachkenntnis und Wärme, und Mäirner der Wissenschaft, wie Prof. Delitzsch in Leipzig und Prof. Nöldeke in Straßburg haben sich gegen dieses der Wissenschaft unwürdige Treiben des Eisenmenger-Copierers an der Moldau ausgesprochen. — Die Jahrbücher für jüdische Geschichte utib Literatur, herausgegeben von Dr. N. Brüll, Rabbiner der israelitischen Geineinde in Frankfurt a. M., V. u. VI. Jahrgang, (Frankfurt a. M., Wilhelm Erras, I V und 226 S.), haben die Presse verlassen. Dieselben enthalten nur Arbeiten des Herausgebers u. z. I. Beiträge zur Erklärung des Buches Hosea, II. die historische Basis des Buches Rut, Itl. zur Geschichte der jüdisch-ethischen Literatur im Mittelalter, IV. Miscellen. Es folgen dann zahlreiche Recensionen. — Der „Zeitgeist", herausgegeben von Jsaac M. Moses in Milwanke, Organ für die Interessen des amerikanischen Judentums hat zu erscheinen aufgehört. Der Zeitgeist erfreute sich mit Recht der Beliebtheit der gebildeten Juden tvegen seiner gediegenen Aufsätze und wegen seines wissenschaftlich—reformistischen Standpunktes. Vielleicht finden sich Männer, da es an den notigen Geldmitteln nicht fehlt und der bisherige Redakteur nur die Arbeitslast nicht allein zu tragen in: Stande ist, Männer, die sich ihm zur Seite stellen, um dieses Organ, welches dem Judentume zur Ehre gereicht, weiter zu führen. Die Berichte über europäisch-jüdische Verhältnisse, besonders über süddeutsche Zustände, müßten dann etwas zuverlässiger und dem Blatte entsprechender sein, denn es schlichen sich oft Verherrlichungen pseudoorthodoxer Bestrebungen in das Blatt ein, was dem Wesen und der Tendenz desselben gegenüber sich fremdartig abhob. Wer wie der namenlose Prophet von Bethel gegen Jerobeam kämpft und seine Macht lähmt, muß nicht gleich ihm bei den falschen Propheten desselben Jerobeam dann zu Tische gehen. — Dem Jahresberichte des jüdisch-theologischen Seminars, „Fränklischer Stiftung" geht voran „der Aberglaube und die Stellung des Jndentums zu deinselben". II. Heft, von Oe. David Joel, vormaliger Seminar-Rabbiner zu Breslau. Die Durchsicht und Herausgabe der Arbeit besorgte in pietätvoller Weise der Bruder des Verstorbenen Herr Rabb. Dr. Joel in Breslau. Aus dem Jahresbericht, erstattet von Herrn Prof. Grätz, ist zu entnehmen, daß Herr De. Israel Levy zum Seminar-Rabbiner ernannt wurde. (Paris.) Am 23. Januar starb hier der berühmte Maler Paul Gustav Dorä. Er wurde am 6. Januar 1833 in Straßburg geboren. Seine Illustrationen zur Bibel gehören mit zu seinen Hauptwerken, die ihin ein dauerndes, ehrendes Andenken sichern. Inhalt: Die Entstehungsgeschichte der portugiesischen Gemeinde in Amsterdam und Rabbi Menasse ben Israel. Vortrag von Dr. Samuel Bach Rabbiner der israel. Cultusgemeinde in Smichow. — Grundgedanke der biblisch-talmudischen Ethik. Von Oskar Waldeck. - Zur Geschichte der Blutbeschuldigungen gegen die Juden im Mittelalter und in der Neuzeit (1171—18S2). Nach den Quellen dargestellt von Dr. M. Friedländer. — Krakauer Briese. Von Dr. Duschak — Literarische Rundschau und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber: Dr. Adolf Brüll; Verlag von Franz Benjamin Auffarth; Druck von H. L. Brönner's Druckerei (F. W. Breidenstein) sämmtlich in Frankfurt am Main.

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