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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1882-12-01 · Heft 12 (1.12.1882) · p. Seite 288

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
2 (1882)
Issue
Heft 12 (1.12.1882)
Date
1882-12-01
Page
Seite 288 (sequence 24)
Language
German
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288 unseres so unermüdlichen, productiven und gelehrten Meisters bedarf es wohl nicht. Es ist bereits mit Beifall von der Commission der National'Druckerei ausgenommen worden und hat die Regierung es auf Staatskosten drucken lassen; gewiß eine nicht genug zu schätzende Anerkennung, welche ein französischer Schriftsteller erstreben kann. _ (Wien.) Die Jellinek-Feier betreffend, will ich hier, da Sie den Jubilar durch Ernennung zum Ehrenmitglied des Mendelssohn-Vereins auszeichneten, Einiges mitteilen. Die Feier war eine großartige und aus allen Schichten der Bevölkerung von Nah' und Fern kamen glückwünschende Kundgebungen wie sie einem solchen Momente angemessen sind. Schon am 29. September predigte Jellinek im Tempel der Leopoldstadt, wo er vom Jahre 1855—1866 als Prediger thätig war, bis er nach dem Tode Mannheimers nach dem Tempel der Stadt berufen wurde. Er sprach über das Wort „Chasak", „sei stark", ein Wort, welches er vor fünf und zwanzig Jahren bei seiner Antrittsrede gebrauchte. Er gedachte auch des sel. Predigers Manheimer, als eines Mannes kräftigen Geistes, starken Willens und mächtigen Wortes. Am 6. Oktober, dem eigentlichen Festtage, war der Sitz des Jubilars im Tempel mit Blumen und grünen Guirlanden geschmackvoll dekorirt, und wurde, da der Jubilar wie üblich zur Thora gerufen wurde, von dem Cantor, ein von dem Vorstandsmitgliede, Herrn Emanuel Baumgarten, verfaßter hebräischer Segensspruch vorgetragen. In der Wohnung des Jubilars, die in einen duftigen Garten umwandelt war, in welchem die Gaben der Verehrer Jellinek's in Menge zu sehen waren, war der Empfang der Deputationen. Wir wollen hier von den vielen Kundgebungen der Liebe und Verehrung nur hervorheben die Deputation des Vorstandes unter Führung Kurandas , des Bethausvorstandes unter Führung seines Obmannes, der Beamten der isr. Cultusgemeinde unter Führung des Herrn Rabbiner Dr. Güdemann, der Religionslehrer aus allen Schulen Wiens unter Führung Prof. G Wolf's. _ (Mendelssohn-Verein.) Wien, am 25. Oktober 1882 Hochgeehrter Herr Präsident! Der Mendelssohn-Verein, an dessen Spitze Sie stehen, hat mir die Ehre erwiesen, mich bei Gelegenheit meines fünfundzwanzigjährigen Amtsjubiläums zum Ehrenmitgliede dieses Vereines zu ernennen. Dieser Auszeichnung, die mir zu Teil wurde, freue ich mich in hohem Grade und betrachte sie als eine der wertvollsten, die mir anläßlich meiner Jubelfeier zugekommen sind. Ich drücke Ihnen und den übrigen hochgeehrten Mitgliedern des Vorstandes des Mendelssohns-Vereines den wärmsten und ergebensten Dank aus für die ehrenvolle Weise, mit welcher Sie an meinem Jubiläum sich beteiligt haben. Mit der Versicherung vorzüglicher Hochachtung zeichne ich Ihr ergebener vr. Jellinek. Inhalt: Semitisches und Antisemitisches ans Hsterreich-Ugarn. Vorgänge in Preßburg. Bon Rabbinervr. David. — Die deutschen Juden vor und in fünfzig Jahren. Von Emil Lehmann. (Schluß.) — Raschi und Gottfried von Bouillon. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber: T)r. Adolf Bö0.1? §ran, Benjamin Auffarth; Druck von H. L BrSnner's Drucker" Brerdensteni) sämmtlich in Frankfurt am Main.

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