Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 2 (1882)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1882)
- Date
- 1882-05-01
- Page
- Seite 120 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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120 in Seguloth und Rephuoth und Kunststücken, die sehr niitzlich sennen-denn das bichlein sprozz noch aher von Mispachas Raben Mose Maimuni" <8 Blatt). Dahin gehören auch medizinische Bücher wie „Beth David", „Jarum Mosche" und „Sefer Harephuoth" (Jesnitz) wie auch das chiromantische Buch „Chochmath Hajad". Die Dramen-Literatur betreffend verweisen wir auf „Mechirath Joseph" „Errettung der Inden durch Esther und Mordechai", Trauerspiel, und auf „Acta Esther mit Achasweroth", „Leichtsinn und Frömmelei" u. n. A. Beachtenswert sind „der gelernte und bekehrte Spieler" und „Meschal Hakadmoni", Fabeln enthaltend mit Abbildungen. Auch tväreu in einer Arbeit über die jüdisch-deutsche Literatur die Rechenbücher von Mose Eisenstadt und von Sarach Eidlitz zu untersuchen, sowie das kalendarische Jbronoth zu Miedziboz gedruckt, welches den Bibliographen völlig unbekannt ist. Auch die Amsterdamer Flugblätter „Discours", welche die Emancipatiou der Juden in Holland jüdisch-deutsch behandeln, zeigen uns jüdisch-deutsche Literatur in Holland. Neben Wagenseil, der die Arthussage abgedruckt, und Anderen, die sich nur oberflächlich mit dieser Literatur befaßt haben, ohne ihren eigentlichen Wert und ihre wesentliche Bedeutung zu erkennen, ist Selig zu erwähnen, der 1790 ein Lehrbuch der jüdisch-deutschen Sprache schrieb und Johann Heinrich Callenberg, der 1730 ein jüdisch-deutsches Wörterbuch herausgegeben. Auch in Nürnberg erschien ein ähnliches Handlexikon. Ferner möchten wir den Verfasser aufmerksam machen, auf „die wunderliche schöne Historie mit Namen die sieben weisen Meister von Rom" sowie auf die „Schildbürger seltsame und kurzweilige Geschichten" und auf „Glick besser Klugheit", die schöne Geschichte von König Großmann. Von neuern deutschen Schriften in jüdischen Lettern sei hier von vielen erwähnt: „Garibaldis Lebensbeschreibung" (Ofen 1861), die Erzählung über „die Weisen Griechenlands", Wilna 1864 und „das castigirte Vögele der Maggid, diese schöne Geschichte is geworen verfaßt (gemach) von dem graußen und weltberühmten Gelernten A. Berstein übersetzt in idesch treiz verkirzt un ein etwas umgeändert zu lib der Anständigkeit", Wilna 1868. Aus dem Umstande, mit welcher Ansfiihrlichkeit wir die Arbeit Grünebaums bei dem uns kurz zugemcssenen Raume besprochen haben, kann die Größe unseres Interesses für dieselbe ermessen werden und wir wünschen und hoffen, daß der geehrte Verfasser uns bald durch die in Aussicht gestellte Fortsetzung erfreue, bei der tvir darauf aufmerksam machen möchten, daß die hebräischen Worte im Texte auch in deutschem Sprachgewandt: erscheinen sollen, derart, daß das betreffende hebräische Wort in einer Anmerkung seinen Platz finde. Auch sind sprachliche und sachliche Jndices unentbehrlich. Dem Verleger gebührt besonderer Dank für die prachtvolle Ausstattung des Buches. Inhalt: Znr Geschichte der Inden in der Pfalz. Bon Bezirksrabbiner Dr Grünebaum z» Landau. — Semitisches und Antisemitisches aus Oestreich Ungarn. Bon Rabbiner I>r. David in Preßburg. ~ Geschichtsbilder. Bon Dr. M H Friedländer. Mitteilungen. — Referate: Dr. Ferdinand Ludwig Neubürger, Laroche. Dr. Mar Grünebamn, Jüdisch deutsche Chrestomathie. Berantwortlicher Redakteur und Herausgeber: Dr. Adolf Brüll: Berlag von Franz Benjamin Aufsarth; Druck von H. L. Brvnncr's Druckerei (F W. Breidensteini sämmtlich in Frankfurt am Main.