Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 1 (1881)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1881)
- Date
- 1881-10-01
- Page
- Seite 248 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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248 und wird von L. Bermann und H. Rabbinowitsch herausgegeben. Seit dem Januar laufenden Jahres hat sich die russisch-jüdische Presst mit zwei Monatsschriften bereichert: die eine heißt Jewrejskija Sapiski (jüd. Memoiren! und wird von Rabbiner A. Pumpjanski in Riga veröffentlicht, die zweite, W o s ch o d (Orient) betitelt, wird von dem obenerwähnten Landau in Petersburg publicirt. Letzteres Journal zeichnet sich durch seinen Umfang aus, da jedes Monatsheft 18—19 Druckbogen enthält und bildet somit die umfangreichste jüdische periodische Schrift. Äußer russischen Schriftstellern, nehmen auch ausländische Literaten, wie M. Kayserling in Budapest und G. Wolf in Wien, an dieser Monatsschrift Theil. Jetzt bestehen also in Rußland zwei russ. jüd. Wochenblätter, zwei Monatsschriften und ein Kalender (Jahrbuch.) Hebräisch erscheinen: Hameliz in Petersburg, Hazfirah in Warschau, beide wöchentlich; Haboker Or in Warschau monatlich; ob Hakarmel in Wilna noch ferner erscheinen wird — ist zweifelhaft. Dagegen will Zederbaum alljährlich ein Sammelband, Kohelet betitelt, erscheinen lassen, von dem der erste breits gedruckt ist. Im Ganzen sind es also, wenn man noch das polnische, in Warschau erscheinende Wochenblatt Israelit« beirechnet, circa zehn periodische Schriften, die die jüdische Presse in Rußland ausmachen. Personalien. »Wien. Am 20. August starb dahier Herr Simon Apfel, Mitbegründer des der Pflege der jüdischen Wissenschaft gewidmeten Betha-Midrasch und langjähriger Mitvorstand dieses Institutes. Der.Heimgegangene gehörte zu jenen immer seltener werdenden Männern, die in Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit, ohne nach Anerkennung und Auszeichnung zu haschen das Gute um seiner selbst willen fördern und stiften und überall wo es gilt ein gutes Werk ins Leben zu setzen, mit herzinniger Theilname dabei sind. So war der sel. Apfel nicht nur Mitbegründer und Mitvorstand des die Wiener Gemeinde zierenden Leurinstitntes, an dem Männer wie Jellinek, Weiß und Fredmann wirken, sondern auch seit dessen Bestehen einer der eifrigsten, unermüdlichsten Besucher derselben, der mit Teilname und Verständnis den Vortrügen folgte. Die Teilname an dem Leichenbegängnisse war eine große. Dr. Jellinek hielt die Grabrede und Rector Weiß sprach das Kadisch-Gebet. Statt der Kinder, die ihm versagt waren, steht die jüdische Wissenschaft als Leidtragende an dem Grabe des Dahingeschiedenen, der ihr wirksamer Gönner und wolwolleuder Förderer war. Friede seiner Asche! Am 21. August feierte Herr Josef Derenbourg in Paris seinen siebzigsten Geburtstag. Inserate beliebe man an die Buchhandlung von F. B. Anffarth in Frankfurt a M. ■ z» senden. Inhalt: Die Mahnung des Bersöhnungstages. — Maimonides. (Fortsetzung). - Der Name „Jude" als Bezeichnung eines menschheitliche», nicht nationalen Begriffes. Bon Dr. Fürst. — Literarische Mittheilungen. - Personalien. Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber: Dr. Adolf Brüll; Verlag von Franz Benjamin Aufsarth; Druck von H. L. Brbnner's Druckerei (F. W. Breidenstein) sümmtlich in Frankfurt am Mai».