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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1881-04-01 · Heft 4 (1.4.1881) · p. Seite 99

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
1 (1881)
Issue
Heft 4 (1.4.1881)
Date
1881-04-01
Page
Seite 99 (sequence 19)
Language
German
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99 befassen sich mit der Constitnirung des Comitcs, der Geschäftsführung der Versammlung u. s. w. Die , erste Nr. der „Revue des Rindes ckuivcs" enthält: 1. Etudes Bibliques. Reflexionen über das Buch Hiob von I. Derenburg. Das Buch Hiob wird als die Bearbeitung einer iin Volke enthaltenen Legende hingestellt; als niuthinaßlicher Verfasser wird Elihu ben Barachel angenommen, der unter den drei freunden Hiobs sich befindet. Hiob bietet eine Parallele mit Bileam, dort drei Versuchungen, hier drei Segenssprüche. Das jüdische Axiom der göttlichen Gerechtigkeit ist Grundlage des Buches. 2. Cyrus und die Rückkehr ans dem Exil. ' Ueber den letzten König Nabonidcs von Babylon und den Beginn der Herrschaft der Achemeniden in Babylon durch Cyrns war bisjetzt noch großes Dunkel vorhanden. Ein vor einigen Jahren gefundenes babylonisches Ziegel niit der Inschrift: Cyrus Sohn des Cainbyses, König des Landes, Erneuerer von Bet-Kitti (Name eines babylonischen Tempels), wie eine kürzlich gefundene Tafel mit einer Aufzählung der Ereignisse der 17 letzten Rcgiernngsjahrc Nabonidcs und des ersten von Cyrus, wie schließlich ein Cylinder ans Backstein, dessen Inschrift von M. Rawlinson übersetzt ist, gaben einigermaßen Aufhellung. Nabonidcs, der biblische Belschazar, starb 8 Tage nach der Einnahme Babylons durch den Feldherrn Gobryas, das „biblische Mene, Tekel, Phares" muß aus der Geschichte gestrichen werden. Ueber den Ursprung des Cyrns und seiner Residenz giebt die Inschrift kostbare Mittheilnngen, die ganz mit den Berichten Herodots übereinstimmen. Der Verfasser kommt zu dem Schlüsse, daß Cyrns, welcher mit allen seinen Nachfolgern in Susa rcsidirte, nicht wie gewöhnlich angenommen wird, Prinz von einer Provinz — Persien — gewesen sei, sondern König von einem mächtigen Staate Susiana. Nur als solcher war es ihm möglich, die stolzen Meder unter seine Autorität zu zwingen, und die mächtigsten Staaten Asiens nmznsiürzen. Aus staatsrücksichtlichen Gründen begünstigte er trotz seines Polytheismus die Rückkehr und die Gottesverchrnng der Juden. Die bezügliche Inschrift läßt Cyrus sagen: „Ich versammelte alle diese Völker, und ließ sie in ihre Länder znrückkehren." Er hatte die Inden fürseine Zwecke gegen Egypten nöthig. Diese interessante Abhandlung hat Joseph Halevi zum Verfasser. 8. Gabschriftcn, betreffend einige Punkte in der Geschichte der Juden unter der Herrschaft der Römer von A. Darmstädter. 4. Personennamen im alten Testamente und in hymyaritischen Inschriften. In Beinen, dem glücklichen Arabien, bekehrte sich um 200 n. Ehr. der König Abru- Karib zum Jndenthnme. Hebräische Inschriften geben von der weiten Ausbreitung der Inden in Arabien Knude. Diese Arbeit ist von H. Isidor Löb. 0. Die Stadt Psop. Ein dunkler Name in rabbinischen Schriften des Mittelalters. Welches war diese Stadt, von Ivo viele Gelehrte und Künstler, die den Namen der?)svpc trugen, herstammten? Nach Angaben Levi ben Gersons ist es die Stadt Montpellier. Wie der Verfasser dieses Aufsatzes, Herr Isidor Löb, nachtveist, ist es die Stadt Sauve. 6. Die Emanzipation der Jnd.en, vor der Sociötä Royale des Sciences et des Arts im Jahre 1787, und Röderer. Es ist dieser Abschnitt der Revue der besonders für Deutschland zeitgemäßeste und von weitgehendem Interesse für Jeden, der mit Aufmerksamkeit die Geschichte der jüdischen Emanzipation verfolgt. Wir verweilen daher bei demselben etwas länger.

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