Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 525 (sequence 126)
- Language
- German
- Belongs to
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525 richtig erkannte Geschichte, kann, verbunden mit der vollständigen Kenntniß des Bestehenden, zu einer vollständigen Statistik führen. Ii). Umgekehrt folgt, daß ein Aggregat von Wahrnehmungen, aus noch so verschiedenen Regionen zusammengeholt, keine Statistik gebe, indem wir weder sicher sind, daß wir nur gehöriges haben und nur ungehöriges übergangen, noch fähig, den innern Zusammenhang herauszufinden. 11. Keine oder eine falsche Statistik wird also erzielt aus einseitigen, schiefen und unrichtigen Wahrnehmungen, aus Unkenntniß der Geschichte, der Gegenwart, der Gesinnung und Bedürfnisse des Volkes, aus falscher oder verfälschter Geschichte, aus fremdartigen, zufälligen Mischungen, aus vorgefaßten, Bestätigung suchenden Meinungen, aus Unaufmerksamkeit auf bestehende Nothwcndigtcit, und aus Wisscnschaftlosigkcit :m allgemeinen. 1). So lange eine Gcsammtheit als solche ex'mrt, durch ein Gemeinschaftliches unter den Menschen kenntlich, gesondert von ihnen und in sich vereiniget, — so lange hat diese Gesammtheit ihre Statistik. 13. Sind an dieser Gesammtheit mehrere sie cha. rakterisirende Kennzeichen durch die Zeit, d. h. durch die Geschichte selbst vertilgt, so bleiben die noch übrigen, die Elemente ihrer Statistik. Wo alle verschwun, den sind, hört auch die Gesammtheit, als solche, auf, und mit ihr jede Statistik derselben. 14. Die Statistik hat also ein dreifaches darzustellen : s) die Elemente, d. i. Namen, Vaterland, Abkunft, Sprache, Religion, Staat;