Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 524 (sequence 125)
- Language
- German
- Belongs to
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524 ttr, einen bestimmten Charakter der Denkweise und Einsichten, der Kräfte und Aeußerungen entwickelt hat, als Basis seines Scyns, — also ist auch für alle zugleich Lebenden, eben dieser gemeinschaftliche Zeitraum das Gebiet ihrer Statistik, welche demnach zur Wissenschaft wird, wenn sie das Seyn einer Menschengeneration vollständig umfaßt. 6. Wie Weltgeschichte sich in einzelne Geschichte großer zusammengehöriger Massen, Völker genannt, zerspaltet; so giebt es auch in derselben Generation mannigfache Statistiken, und je nachdem die Geschichte eines Volkes eine begränzte ist, wird es auch seine Statistik seyn. 7. Die Verflechtung fremder Statistik in die volkseigene, erfolgt aus drei Begebenheiten: s) aus Berührungen, die durch Gemein- oder Nachbarschaft des Aufenthalts veranlaßt werden; b) aus vorsätzlicher Begegnung, friedlicher oder kriegerischer; und e) aus Jdeenmittheilung, mündlicher oder historischer. 8. Wie zwar die Geschichte, materiell genommen, in einzelne Biographien zerlegt werden könnte, alsdann aber in keiner mehr, das unsichtbar geistige Gesetz derselben anschaulich würde: so unterscheidet sich auch Statistik des Gesammten von Schilderungen der Jndividua, daß letztere, mehr oder weniger zufällig, folglich auch den Individuen eines andern Ganzen angehören könnten/ jene aber ein nothwendiges, ein eigenthümliches ist. 9. Erkannt wird der statistische Charakter eines Volkes, aus der überlieferten Geschichte, und der anzuschauenden Lokalität seines Wohnplatzes. Selbst eine mcht hinlänglich gegebene, also unvollständige, jedoch