Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 107)
- Language
- German
- Belongs to
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506 dahin erklärt/ daß die Gottheit sich zu ihren Influenzen der bekannten, der Einbildungskraft gewöhnlichen Bilder, als Mittel bediene, um schnellere Auffassung und bessere Verständlichkeit zu bewirken; denn es werde ja auch beim Prophetism auf die Individualität des Propheten Rücksicht genommen. Diesem Umstände wurde es auch zugeschrieben, daß ein göttlicher Traum nie ganz in Erfüllung ginge; denn wäre die Phantasie erst einmal in Thatigkeit gesetzt, so könnte auch der gegebene Stoff nicht mehr rein in der Darstellung bleiben, sondern mit eigenem Schmuck und zufalliger Association durchwebt erscheinen.«) Um Weitläufigkeit zu vermeiden, werde ich nun, statt alle daselbst in Menge aufgezählte specielle Auslegungen anzuführen, von jeder Art, der, hier nach den verschiedenen von ihnen abstrahirten Erklärungsgründen eingetheilten und geordneten Auslegungen, einige Beispiele herausheben. s) Analogie der Sache. Hierher gehören alle concrete Bilder für gedachte Verhältnisse. Eine Höhe z. B. im Traume ersteigen, war Zeichen einer Standeserhöhung, sie hinuntersteigen, Traumdeuter Barhadia erzählt wird, daß er dem bezahlenden Abbai seinen Traum gut, ebendenselben Traum aber dem für die Auslegung nicht zahlenden Raba übel ausgelegte) Dies war nämlich die Meinung des gelehrten R. Simon Sohn Iochai, der dies nach einem vorgefundenen Gleichnisse in der Schrift folgendergestalt ausdrückte: 155V VAZ ^21 t^IM^N^ ^12 PN 12^7 l^tt t2^I92 Der Kern kann ohne Hülle nicht erscheinen. Gemeinerem Haufen gehörte die Meinung an, daß wahre Traume von guten Engeln, täuschende von bösen Dämonen wären. S. ibiä. 5. 55. a. Z. 2. v. ltNlen.