Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 193)
- Language
- German
- Belongs to
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387 Das Buch selbst ist in drei Abschnitte und einen Anhang getheilt. Erster Abschnitt. Characteristik der Juden. (§.1—16).— Ree. scheint es durchaus nothwendig/ den Juden als solchen, wie und was er war und jetzt ist/ genau zu kennen, um hieraus den Schluß auf die Notwendigkeit einer Umbildung machen zu können; und gewiß ist dem Verf. diese Darstellung im Allgemeinen sehr gelungen. Das Menschengeschlecht und jeder Theil desselben erleidet stets Veränderungen: die Juden sind nicht mehr, was sie vor Jahrtausenden, vor Jahrhunderten, vor wenigen Jahren noch waren, sie waren nie, was sie jetzt sind. — Verf. klagt über den Haß, wie er kaum in den düstern Zeiten des Mittelalters geherrscht haben mag. Der Jude erscheine als Bruchstück der Schöpfung. „Wo alle Bürger sich finden, fehlt immer nur einer, der Jude." Die ganze Bestimmung dieser Menschen sei widersprechend und falsch, und weil oie Gesammtheit der Juden nur aus Einer Quelle, dem Handel, schöpft, darum müsse diese Quelle immer trüber und unreiner fließen. — Es führt aber der Verf. auf der andern Seite auch dasjenige an, was die Juden im Allgemeinen hebe. Dahin gehöre Sparsamkeit, Mäßigkeit im Genüsse, Ausdauer und Beharrlichkeit, Ertragung von Beschwerlichkeiten, Thätigkeit, Scharfblich .Menschenkenntniß, Witz, Schlau» heit u. s. w. Wenn es wahr ist, daß diese Vorzüge meistens Folgen des unterdrückten Zustandes sind, so ist es doch zu weit gegangen, wenn sie der Verf. deshalb noch kaum für Tugenden gelten lassen will; denn, wie der Verf. im zweiten Abschnitt darthut, so sind auch die Schattenseiten nicht aus dem Juden, als