Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 380 (sequence 186)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ZM H5t Gesner übet Mische RaSbinm schreibenden Gellten, ist wenig Ausbeute; die Queöen fehlten, eigene Forschung lag zu fern, bibliographische Berichte blieben fast allein übrig. So Richard Simon, Buxtortz Baratier, Bayle, Bartoloeci, Breithaupt, Basnage, Crenius, Leusden, de Rossi, Acoluthus, Köcher;—der hertlkche Wolf ist der einzige, welcher gewissermaßen, so viel er vermochte, etwas vollständiges giebt. Da aber nun einmal, seit der Reformation , die Unwissenheit der Juden, ihre Abgesondettheit und ihr moralisches Elend immer zunahm, und ziemlich ganz Polen? halb Deutschland und große Theile benachbarter Länder, was Juden betrifft, fast heut noch zu Ästen mehr als zu Europa gehören, die scholastische talmudische Klopffechtern immer höher in Ansehn stieg, und selbst die Bruchstücke aus der hispanischen Litteratur vernachlaßiget wurden: so sank auch Raschi zum Buchstaben herab, der keinen Geist mehr erweckte. Ja sogar die Kenntniß des Talmuds und der hebräischen Sprache gerieth in Verfall, und Rafchi's Glossen wurden den Rabbinen Persepolitanische Keile. Keiner stand auf mit einem neuen Commentar, aber, die Hörer zu verblüffen — wie ben Scheschet sagt — nannten fle sich alle Lichter des Exils, und entstellten das Wenige noch, was fie aus dem Schiffbruche ihrer Weisheit gerettet. Weder der religiöse (radbanim) noch der bürgerliche (parva 8 im) Vorstand, erhielt fich auf der Höhe des Rabbinismus, geschweige < auf der Höhe der Zeit. Erst also mag, wie das Jahrhundert erfreulich sich anzuschicken scheint, solch veraltetes und morsches, sammt seinen Anhängseln, von dem fortschreitenden Menschengeiste hinweggerollt seyn, ehe