Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 145)
- Language
- German
- Belongs to
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339 Geist aber fing nun erst recht zu leben und zu wirken an. Darum spinnen wir Raschi's Lebensfaden / gleichsam als sei der Mann noch nicht gestorben/ an den Werken, die er verfaßt, folgendermaßen und also fort: 1) P^N V^Zl M^S, Commentar zur heiligen Schrift. Jacob Tam soll gesagt haben, daß er zwar die talmudischen Commentarien, aber nicht die biblischen zu machen sich getraut haben würde. Jedoch fand dies schnell verbreitete, und frühere Versuche verdrängende Werk an einigen spanischen Gelehrten, trotz ihrer Hochachtung, Bestreitet. Ben Esra ist oft mit Raschids Grammatik"), Nachmanides mit dessen natürlicher Erklärung unzufrieden; dem Jsaac Abravanel ist er nicht universel genug, und doch übertrifft Raschi alle drei an Unbefangenheit und lichtvoller Kürze. Anderntheits ward seine Gedrängtheit unzarten Lesern unverständlich, unscharffichtigen bedeutungslos; ungenügsamen war er zu kurz, aufgeklärten zu orthodox, und vorsichtige wollten den Nachweis seiner Behauptungen. Erwägt man zugleich, tvelch ein steter Begleiter des Pentateuch er geworden, so ist's erklärlich, wie Raschi eine so große Thätigkeit hervorbrachte, so viele Hände ihm zu dienen, und ihn wiederum zu commentiren, in Bewegung setzte. So haben denn, abgerechnet die zahllosen Berührungen späterer Autoren mit ihm, besondere Super-Commentarien und Novellen (O^M^S 2^X2 O^INN) ihr Daseyn erhalten, die ihn erläutern, ergänzen, verthei- 70) Der feine Ben Esra bestreitet ihn, ohne ihn immer zu nennen. Ein Beispiel ist zu 2 Mos. 30, 19. Vgl. Jarza im