Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 98)
- Language
- German
- Belongs to
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292 entwickelt hat/—- dies in sich aufzunehmen/ seines Levens Aufgabe/ und diese jüdische Vorwelt/ die Bedingung seiner Leistungen. Ehe wir also in das Besondere seiner Werke eingehen können/ wird ein Blick in die Bibliothek Raschi's nöthig seyn. Alle von ihm angeführten Vorgänger/ er mag ihnen viel oder wenig zu verdanken haben/ müssen unsere Musterung pasfiren, und so entführe ich den Leser nach entlegenen Regionen/ an Stellen/ wo auch Raschi einst verweilt hat/ hoffe indessen/ daß Her chronologische Compas/ uns zu unserm Freunde sicher zurückbringen werde. Die heilige Schrift ("PN. tt^V) ist die erste Basis seines geistigen Lebens, das Element seiner biblischen Commentarien/ und auch in den talmudischen/ weist er, an unzahligen Orten / auf dieselbe zurück. Natürliche Auslegung ist ihm die Hauptsache, obschon er auch die recipirten allegorischen ) statuirt; bisweilen hält er letztere mit jener für identisch (z. Bim hohen Liede), und hat in der neuesten Zeit hierin Nachahmer gefunden. Davon scheidet er aber sorfaltig ein drittes/ nämlich den Wink des geschriebenen auf das überlieferte Gesetz, worin er acht talmudisch ist. Von Geheimnissen (M"NV) weiß er nichts. Die Accente") kennt er, und folgt ihnen in 0er Auffassung des Sinnes (z.B. 4.Mos Ii, 9; 5.Mos.11,30; Jos. 15) Q^O^IO NINI^ nennt er sie. Zu 1>. 5. 71 « sagt er: 1?O s^^K' N2^. Ob dies auch im Jüdisch-Deutschen bekannte Wort (Trop) von 7-5-5--? herstammt? s. unten S. 322.