Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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291 dizinische Efahrungen mittheilt, z. B. Sirrin 5. 69 a. Ja bei einem ziemlich unwichtigen Gegenstande citir.t er, als Gewährsmann, ein medizinisches Werk (Richter 15, 15). Ich halte daher nicht viel von dem medizinischen Buche Raschi's, das Schabthai (Litte-jeseke- »im p. 71) gesehen haben will. Es wir-d also besser seyn, wenn wir diese Luft- Gegenden verlassen, und in Raschi's eigenen Werken Boden zu gewinnen suchen. Dort wird uns über dieses Mannes Einsichten und Kraft, über seine Richtung und seinen Willen, der beste Aufschluß gegeben werden können. Und wie er, unbewußt, uns seine schwachen Seiten verrathen, wird er auch wohl nicht stumm bleiben, wenn ihm die starken abgefragt werden. Die erste Frage dürfte demnach seyn: was war dem Raschi in seiner Welt materiell gegeben? worauf fußt sein Wissen? was fand er, und wo fährt er selbst fort? Wiederum nur Raschi selber thut uns auf dlVse Fragen Bescheid. Nicht nur ist heilige Schrift und Talmud, der Stab, um den sich seine Blätter schlingen, uns selbst zuganglich,— sondern Raschi hat getreulich die Quellen alle angegeben, woraus er schöpft, un^ die in folgende Abtheilungen gebracht werden können: l) die heilige Schrift, )) deren Targumim, 3) Mischna und Talmud, -i) Schriften, die dem Talmud sich anschließen, bis zur Mitte des achten Jahrhunderts, 5) Jüdische Autoren, vom 8ten Jahrhundert bis auf seine Zeit, 0) Reception von Lehrern, 7) Mttheilungen aller Art von Zeitgenossen. Dies ist der Stoff, den Raschi stets mit dem eignen Geiste beseelt,— dies das Element, aus welchem sein ganzes Studium sick