Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 96)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 2× ep/1002670
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290 Weiße scheint gar ein Mißverständniß zu liegen, und das eigentliche Hauptwort zu fehlen. Wolfs unglücklicher Fortsetzer endlich, nach welchem Raschi sehr bewandert (versatisLimus) im Jüdisch-Deutschen gewesen, braucht kaum widerlegt zu werden, zumal da es um jene Zeit noch keine solche Sprache gegeben. Was nun die übrigen, ihm angedichteten, Kenntnisse anbelangt, so waren seine astronomischen, selbst für die damalige Welt, von geringer Bedeutung. Mas er Lada Ale-ia 5. 106 b beibringt, ist ziemlich mager; man vergleiche damit seine Erläuterungen zu 1r. Lada batkra s. 25 k oben. Da, wo er sich näher über Planeten auslassen will, schreibt er ab (Lrukin 5/56 a). Die Quadratwurzel aus 5000 ziehet er sehr unmathematisch (ib. k. 23 K), und in einigen andern Verhältnissen (ib. 5. 56 b. 57 a), folgt er dem Talmud etwas ungeleyk. Für seine Länderkunde haben wir kein Zeugniß, doch manches dagegen (s. oben S. 282). Wenn ihm Gedalja und Consorten auch noch Medizin aufbürden, so muß ich das dahingestellt seyn lassen; ich für meinen Theil habe keinen Glauben daran. In Frankreich und Deutschland ist dies nie Sache der Rabbinen gewesen. Auch Raschi hinterläßt in semen Werken keine Spuren davon, vielmehr geht er nie über das Tradirte hinaus/ wo der Talmud me- 14) Herrmann Friedrich Köcher (nova didUorK. Kedr. Th. 1. x. 122). Von diesem schrieb Tychsen an 6e-k.o8si: lNttn ävlorem commover (Hartmanns Tychsen Tl). 1 S. 317 Anmerk.)