Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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263 chen Kaisern ihre Abgabe, anstatt dem Tempel, wie die Juden vor Vespaflan, nun dem palästinensischen Patriarchen entrichteten. Der von Petitus geleugnete Zusammenhang dieser beiden Abgaben ist also schon dadurch aufgewiesen, daß die eine anfing, wo die andere aufhörte. Ob die Juden nun die an den Patriarchen gezahlte Steuer, als durch das Gesetz Mosis bedingt, betrachteten, welches dem Tempel zu spenden gebot/ oder ob Sitte, Gewohnheit, und nicht erst aufgedrungene Anhänglichkeit von selbst verursachten, wozu früher ein Gesetz nothwendig gewesen, ist eine auf den Begriff der Sache wenigstens gar keinen Einfluß habende unfruchtbare Untersuchung. Wie sich aber die Patriarchensteuer quantitativ zu dem F/^s^^sl, verhalten habe, ob sie mehr, weniger, oder gerade so viel betragen, Has haben selbst Petitus und seine AnHanger nicht im Geringsten herauszubringen gewußt, und somit ist ihre Behauptung ganz ohne Bedeutung geblieben- Zur Geschichte dieser Patriarchensteuer, die zum Verständniß der oben mitgetheilten Constitution nothwendig ist, gehört aber noch folgendes. Sie wurde durch die dem Patriarchen untergeordneten Diener der Synagoge, durch die Archisynagogi, Presbyteri, oder wie sie in diesem Amtsgeschafte besonders genannt werden, 27505-0^0/ L^N^VO in allen Theilen des Occidents, wo nur irgend Juden wohnten, eingezogen. Epiphanius "°) erzählt von einem solchen 27500-7-0- ^0? Joseph, der in Cilicien mit Briefen hemmreisend, von allen jüdischen Provincialen die Zehnten und die 1.70) kasresi Lbion. XXX. § IL. S 2