Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 253 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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253 sen von gemeinsamer Wurzel einen tiefen Stachel nachlasse; nicht so die Fremdheit, die sich der Einigkeit nicht entsinnt. Daß die Juden vor den Ketzern begünstigt würden, fühlten schon die Alten, wenn sie sich auch naiverer Erklärungsweisen bedienten. So z. B. der Glossator Azo, welcher den Grund darin sucht, daß die Juden doch wenigstens halbvoll und buchstäblich Gott verehrten, und daher weniger irrten, wie die übrigen Ketzer. „()lli semi^lens sr sä lirernm Oeum i-evei-enrur et coluM er levius erranr czuam alii kaereriei.« Beziehung aber auf diese allgemeine Thatsache kommt es uns hier zunächst darauf an, den Unterschied zwischen der Behandlung der kirchlichen Oberhaupter der Ketzer und der Würdenträger der jüdischen Synagoge auseinander zu setzen. Die einfache Darstellung, wie jene behandelt wurden, wird hier genügen, da alsdann die Vergleichung mit den schon durchgenommenen Rechten der jüdischen Geistlichen sich von selbst ergeben muß. Im allgemeinen gilt von allen Haeretikern, daß ihre Lehrer und die Diener ihrer Kirche, wie sie sich auch nennen mögen, Bischöfe, Priester oder Decane, nicht allein solche Namen und Titel nicht führen, sondern von allen ihren Verrichtungen abstehen sollen. Im^)s>. (^l-gtisnus ValeiMruanus et l'keocloZius acl Nezxei-ium.?f. 1. 5. Loci. Ikeocl. cls wer. (XVI. 5.) --Omnestzus pervei-sas istius Zu^ersurioriis maKiZti-i ^ai-iter er miniätri, seu illi saeerdorali <i5- 145) Summa Loälcis. Lasel 1Z22- S- 19.