Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 196)
- Language
- German
- Belongs to
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184 sich kennen muß, sich als ewig, d. h. von keiner in der endlichen A'it erzeugten Catastrophe auflösbar an- und verkünden mag." (I. S. 37. 38.) Aber dieses Mosaische Institut trug dennoch den Keim seiner einstigen Auflösung in sich (I. S. 56.)/ und dies aus zwei Ursachen, l) weil nichts in der Welt ewig bestehen kann, und .>) durch die nothwendige Wirkung feind - und freundschaftlicher Berührungen mit durch gleiche Sprache verwandten Nachbarvölkern. — Moses selbst müsse vorhergesehen haben „daß eben die Herrschaft jenes Princips, dem er durch seine Satzung zeitliche Wohnung — Lcneckiaak — in Israel bewirkte, einst durch die Verwesung des National-Gefäßes der Idee universell werden soll. — Darauf allem gestützt, konnte er dem Volke, trotz seiner einstigen Zerstreuung, jene nationale Auferstehung verkünden, und zwar auf einen Zeitpunkt hindeutend, wo die Idee allgemein erkannt, die Geschichte vergeistigen, und die ganze Menschheit zu ihrem göttlichen Ziel hinleitend, auch jenen Trümmern, den individuell als Juden durch die Geschichte sich fortschleppenden todten Gliedern eines ehemaligen Organismus neues Leben einhauchen werde — und diesen universellen mosaischen Blick haben die Propheten wiederum national individualisirt, sie an einen Messias, Sohn Davids, knüpfend" jedoch nicht alle auf gleiche Weise, wie denn Jes. 60, 19 etwas ganz andres als eine streng nationale Restauration hinstellt, und zwar „jene Verschmelzung des Individuellen in dem göttlichen Feuer der Uridee, die dann selbst die Erde statt Sonne und Mond (Natur, Schicksal) beleuchten und befruchten wird, nämlich als Weltherrschaft der Providenz." —