Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 134)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2969091-2969092-2969093--136-2969239- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
122 dergleichen Anfragen an einen namhaften Rabbi in einer bekannten Stadt zu ergehen pflegen; so wird man dadurch mit der von Juden bewohnten Umgegend bekannt. Jndeß sind die Anfragen sehr oft von den Sammlern vernachlässiget, und müssen erst aus der Antwort restituirt oder errathen werden. Desto wichtiger sind die Gutachten selber, die, in vielen Fällen mit der Adresse ihrer Bestimmung überschrieben, oft auch Auseinandersetzungen enthalten, die Licht auf die geschichtliche jüdische Statistik werfen. In späteren Sammlungen pflegen auch wohl über einen Fall, von mehreren Orten her die Meinungen der Rabbiner eingeholt zu werden. Trotz dem Neichthum aber in diesem Fache, stecken noch viele alte Sammlungen ungedruckt in unzugänglichen Bibliotheken. 3. Münzen, Inschriften, Leichensteine, längst anerkannt als seltene aber sichere Führer. 4. Gemeindebücher, halb subsidiarischer Natur, würden, besser als bisher verwahrt und verwaltet, von nicht geringem Nutzen seyn. Nur als die ersten, keinesweges als die einzigen, bei denen man sich Rath holen soll, sind die blsher aufgezählten Werke anzusehen. Da in der fremdartigsten Schrift, an unvermutheten Stellen ein Ortname und dem ahnliches überraschen, und also jedes Buch etwas unserer Untersuchung geltendes enthalten kann; so merke man folgende Regeln, um sich die verwirrende Menge in brauchbare Werkzeuge umzuwandeln. Man halte sich zuvörderst an Schriften, deren Autoren in den zu bearbeitenden Gegenden gelebt, oder welche dort zuerst erschienen sind.