Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 123)
- Language
- German
- Belongs to
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III Staatsbedürfnisse, oder der Herrscher Privatbedürfnisse befriedigen müssen, und bedenken wir, daß nur solcher oft unerschwinglicher Taxen Verweigerung ihnen Verfolgung von Seiten der königlichen Gewalt zuzieht, so müssen wir auch aus dem Umstand, daß ihrer bei der eben erwähnten gleichzeitigen Eontribution keine Erwähnung geschieht, die vermeintliche Vertreibung im Jahre 1020 längnen. Aber es giebt noch triftigere Gründe. Oben glaube ich mit ziemlicher Evidenz dargethan zu haben, daß die Anzahl jder Juden in England vor der Eroberung äußerst gering gewesen ist. Wie hätte nun eine so geringe unbedeutende Anzahl eine Vertreibung veranlassen können? Dazu hätte es schon bedeutender Nelchthümer, eines nicht unmerklichen Einflusses auf den Verkehr des Landes/ eingerichteter Gemeinden, wie sie erst;nr Zeit der e'-stm Plantagenets gefunden werden, bedurft. Wie hätten übrigens alle gleichzeitige, oder unmittelbar darauf folgende Englische oder Normannische Chronikenschreiber eine so wichtige Thatsache unberührt lassen können, sie, die jeder durch: stochenen Hostie, und des daraus fließenden Blutes, oder jedes angeblich geschlachteten Christenknaben dumm- und frommgläubige Erwähnung thun. Die wichtigste Instanz aber gegen eine vermeintliche Vertreibung der Juden im Jahre l020, geben die Gesetze Eduard des Bekenners ab. In dem 29ten ") Capitel, welches, c!e ^uäaeiZ überschrieben ist, heißt es wörtlich also: Lc2enl.!uitt Huo^ue, «zuocl omnes ^uclaei ubicunHus in reZno sunt, 5l.ik Uttels, et deiensione NeAs lißea clekeM esse, nee huiüket eorum slicui cliviti se ^>c»t- 13) Wilkins x. 597.