Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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73 empfohlne Männer/ haben mich nur hie und da, und nur in Kleinigkeiten befriedigt: die Dunkelheiten sind nicht aufgehellt, die Schwierigkeiten nicht weggeräumt, die Sprachunrichtigkeiten nicht erklärt. So lauten Ihre Klagen/ und sie sind gerecht. — Und doch, schließen Sie endlich, find es heilige Urkunden, Schriften von Männern verfaßt, welche von der Gottheit begeistert waren, Schriften, deren Einzelheiten, wo sie deutlich sind einen unendlichen Eindruck auf Kopf und Herz machen, und endlich sind sie von einem so gediegenen Werth, daß die Vor- und Mitwelt sich ihnen mit Ehrfurcht und Bewunderung nähert. — Was ich darauf erwiedere? Folgendes, und nach meiner innigsten Ueberzeugung. Sie haben vollkommen Recht, daß wer die heil. Schriften mit Unbefangenheit studiert, und seine Zweifel nicht durch Machtsprüche beschwichtigen lassen will, auch oft nicht kann, durchaus in die Gemüthsstim» mung gerathen muß, die Sie beschreiben: er muß an sich selbst irre werden. -- Lassen Sie mich aber s^ gleich hinzusetzen, was nicht minder meine wahrste Ueberzeugung ist, und keinen Widerspruch leidet, weil Sie es durchaus als reine und volle Wahrheit anerkennen müssen. Nämlich, daß alles was wir Juden von Gott und seinen Eigenschaften, von Fortdauer und Bestimmung des Menschen, von Sittengesetz und Pflichten wissen, ahnen und lehren, aus diesen dun^ keln, unverständlichen, verworrenen, mit Sprachunrich tigkeitcn gemischten Schriften gezogen ist. Viele Tau sende von Jahren, schöpfen viele Tausende von Mw schen aus diesen heiligen und unversiegenden Quellen und erschöpfen sie nicht. Alle diese Manner Gottes