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Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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Jubenkekehruna unb Judenverfolgungen in Rumänien. ZHA den polnischen Altgläubigen gehört, mit ihren Brüdern in dem nahen Galizien und Rußland in steten Handels- und anderen Beziehungen lebt, auf ihre althergebrachten Sitten und religiösen Gebrauche mit großer Strenge hält — ja sich selbst durch ihre Tracht von der übrigen Bevölkerung wesentlich unterscheidet. Merkwürdiger Weise bildete.sich in neuerer Zeit gerade in dieser Jaffyer Gemeinde ein israelitischer Verein, der die sociale und politische Freiheit der Juden ansirebt und in seiner Propaganda der..Welt die Ueberzeugung beiznbringen sucht, daß die Juden die eigentliche Avantgarde der Freiheit in der Welt bilden. Moses, sagen die Stimmführer dieses Vereins, sei es vor Allem gewesen, der die Lehre von den Menschenrechten, von der Gleichberechtigung und derFreiheit aufgestellt, und die Mission der Juden sei es, nachdem sie ihr Vaterland verloren, diese Lehre durch die Welt zu tragen u. s. w. Les extremes se touchent: eine solche Manifestation einerseits und die englische Judenbekebrungs-Missiorr andererseitsl Als nach dem letzten Krimkriege die Judenverfolgung Ln Foksch an y und Umgegend ausbrach und immer größere Dimensionen anzunehmen begann, befand sich die Regierung den sie drängenden jüdischen Deputationen dieser Städte gegenüber in nicht geringer Verlegenheit. Es ist nämlich bekannt geworden, daß schon seit einiger Zeit judenfeindliche Hetzschriften in jenen Gegenden circulirten, und daß diese in der Druckerei des Metropoliten verlegt und zur Vertheilung an die Geistlichkeit von dort aus geschickt wurden. Nun ist Rumänien ein Wahlreich und die Stimmen der Geistlichkeit, Namentlich der Bischöfe und insbesondere des Metropoliten, der beständiger Präsident der Landstände und Vorsitzer des fürstlichen Wahlccllegiums ist, sind von großem Gewichte. Man mußte schonend und doch bei der dringenden Gefahr peremptorisch zu Werke gehen, — man einigte sich endlich darüber, eine Pacistcirungscom- Mission nach den aufständischen Orten zu schicken und ihr einen englischen Missionair beizugeben, von besten Mitwirkung zur Besänftigung der aufgeregten Gemüther man sich das Meiste versprach. Die ^Juden, welche der Regierung diesen Vorschlag selbst gemacht, um sie endlich zu einem Einschreiten zu vermögen, begaben sich nun zu diesem Missionair, ihn um seine Theilrrahme an diesem Friedenswerke zu bitten. Der Missionair sagte zu, lud aber Nie

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