Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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AH M-dewMeMoitrneiNes SchaMrS. Atchifn Triumphes, Vas feilte Rppin umspielte, Mächte sch, hartes Gesicht noch härter. Er wollte sich eine Cigarre anzündet,, Her SchwefekfadM versagte, noch einer Und noch einer hatten dasftkbe Schicksal, da erschrickt er «nd wird blaß und zitternd stammelt er: ״Vas Ottngt Unglück, drei Schwefekfäden haben versagt"; er, Her soeben unsere alten ehrwürdigen Gnrichtangen und Gebräuche ükS ״auszsrvttenden Aberglauben" bezeichnet hatte — er, der ״aufgeklärte^ Mann war so abergläubig an hereinbrechendes Unglück zG glauben , weil drei Haben erloschen waren ehe seine Cigarre hatte brennen wollen. Bleich und verstört schlich er hinaus und OM das Unglück womöglich noch abzuwenden, schenkte er, vielleicht fkkt Jtchren zum ersten Male, einem Bettler ein Fünfgroschenstück. v Das habe ich übrigens häufig bemerkt, je mehr die Menschen sich von den göttlichen Satzungen los zu machen strebten, desto Mehr verfielen fie in Aberglauben und klammerten sich daran und MHttten daran eine Stütze zu finden. Dank -tr Festigkeit und dem umfichttgen Handeln unseres, ehrwürdigen Rabbiners konnte dieser Vorsteher in der Synagoge keine» Raum für seine Reformbestrebungen gewinnen. Wühl aber gelang es ihm einzelne GFmeindrglwdet zu verführen und dadurch Unfrieden in manchen Familien zu stiften. Ich selbst war Zeuge btt einer Ehescheidung, an deren Ursprung er schuldig gewesen. Es war ein junges Ehepaar, der Mann solid und brav, die Frau fleißig Md häuslich, sie lebten in ungetrübtem Frieden. Da wurde der Mann mit unserem Vorsteher bekannt, dem er Gelegenheit gehabt hatte eine verloren gegebene Schuld durch rechtzeitige Intervention zu retten. Zum Dank ließ der Vorsteher keine Gelegenheit undr- Nützt, den Versuch zu machen, ihn zu seinen Prineipien zu bekehren. Anfangs ihr Ziel verfehlend, verdankten diese Bekehrungsversuche ihren endlichen Sieg hauptsächlich dem unablässigen Spotte und den sarkastischen Bemerkungen, die geschickt gegen die schwachen Seiten des jungen Mannes ihre Spitze gerichtet hatten. Derselbe wollte NtM M Hause seinen neu erlangten besseren Ansichten Geltung verschaffe» und versuchte die den Speffegesetzen gemäße Einrichtung der Haushaltung »«zustoßen und statt deren ״zettqemLKe Verbeffkrungen*' I» treffen. Seine brave Fra«, die natürlich ihre Einwilligung Vüz« vtlfage» msM, überschüttete der fanattsirte Mann mit Bor-