Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Ton Dr. I. Gugercheimer. 191 ^!t, daß schon lange Zeit vor der Sündfluth durch den Menschen Mes Unheil auf die Erde gebracht, daß das, was schon damals M, Menschen zu erwarten war, was damals nur noch ^,,als Gesarikenbild" in ihm wohnte, ״nur schlecht" war. In 6. 9 — 13 norden aber, wie im Talmud Synhedrin 108 3., im Midrasch und in den Commentaren z. St. gezeigt wird, die speziellen Beziehungen, denen sich die fortschreitende Entartung maniseftirte, und durch Vrlche die Erdwelt vernichtet wurde, geschildert, indem berichtet wird, tojj zuerst in dem das unmittelbare Verhältniß zu Gott und dann in den das Verhaltniß zu Menschen betreffenden Beziehuugen die 1'erderbniß um sich griff, daß Ausschweifung und die durch die Litten! osigkeit herbergeführte Unredlichkeit die Verbrechen waren, die den Untergang herbeifübrten. Auch in der zweifachen Anfübrung des Dernichtungsbeschlusses liegt keine übersiüssige Wiederholung, denn zuerst V. 7 wird derselbe als ein von Gott gefaßter, aber noch Niemanden geoffenbarter Entschluß dargestellt, V. 13 aber ent, hält die an Noa ergangene Verkündung demselben; es cxistirt daher turchaus kein Anbalispunkt für die Annahme, daß die erwähnten stellen auf eine Dcppeltheit der Erzähler Hinweisen. Daß 7, 2. 3 vgl mit 6, 19. 20 keineswegs auf eine Zweireit ker Erzabler schließen laffen, wurde bereits oben bei der verr'eiche.'den Behandlung dieser beiden Stellen r.achgew!esen, wobei ׳ich ergab, daß dieselben ebensowenig einen Widerspruch als eine verflüssige Wiederholung enthalten. Wir wollen hier nur gelegcntlch bemerken, daß die Bibelkritik, wenn sie bei jeder scheinbaren Liederbolung auf eine Vielheit der Erzähler schließen will, auch in len ihrer Anschaung gemäß zur Grundschrift gebörenden, Einem Erzabler zugeschriebenen Stüäen ebenfalls mehrere Erzähler annehmen müßte, wofür wir, um bei den unserer gegenwärtigen Berncktung zu Grunde liegenden S!ücken zu bleiben, beispielsweise M auf 6, 10 vgl. mit 5, 32; 7, 11 vgl. mit 7, 6; 7, 17 vgl. M 7, 12 Hinweisen wollen. So wenig nun die Bibelkritik von stellen auf eine Torveltbeit der Erzabler schließt, ebensorcmg berechtigt ist diese Anrr-ahme hinsichtlich der oben angeführten ton der BibOk!it:k;wer Verfassern zug schrne^enen Stellen. 722 .21 ,8 8־ vgl mit 9, 8—17, obgleich an beiden Stelausgesprochen w׳rd, daß feine Süntfl,,th mehr kommen wird,