Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 2 (Januar 1869)
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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- Mohel 1× ep/1006163
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66 Wiener Aerzte contra die Beschneidung. 123 Bekräftigung und Unterstützung der Behauptung: ״daß er keinen Begriff von der großen Verantwortung habe, welche er mit ihr übernimmt", oder daß er ״ungeschickt, gewissenlos und unerfahren" sei, anmhren zu wollen. Viel eher in ja im Gegentheile der Echluß h.rechtigt, daß Jemand der nicht um des Geldes willen, nicht um Ehre und Anerkennung willen, Zeit und Geld, Ruhe und Bequemlichteck — wie dies nicht selten umcrn Mohelim müssen — aus ״reiner Frömmigkeit" der Erfüllung eines Gebots des göttlichen Gesetzes opfert, sehr wohl einen Begriff von der Verantwormng seiner Handlung -haben werde. In der Thal - - sehr kühn'. Tenn wir dürfen ja doch wohl nicht annehmen, daß etwa den unterzeichneten Herrn Toktoren der Begriff ״Frömmigkeit" io sehr abbanden gekommen, daß sie ihn nur in seiner abusiven Gestalt kennen, in dem Mißbrauch, der auch mit ihm, wie mit andern Begriffen z. B. ״Gefährlichkeit", getrieben wird, und er ihnen sodann ohne Weiteres gleichbedeutend mit Gedankenlosigkeit u. s. w. ist — In der Lache selbst aber wollen wir im Vorübergehen bemerken, wie ja auch die Herren Toktoren eben in diesem Hinweis zugestehen, daß es auch, gcwifscuhafle, erfahrene und geichiale Nichlärzte gibt, die die Beschneidung vollziehen. Wenn es nun neben diesen — wir wissen es nicht, aber es kann ja seit: — auch ungeschickte, gewissenlose und unerfahrene gäbe, wie die Herren behaupten, nun so wäre ja das eine Erscheinung, die sich aui allen Gebieten wiederholl; erzählt man sich doch sogar, daß neben gewissenhaften, erfahrenen und geschickte Aerzten trotz der rigorosen Examina es auch gewissenlose, unerfahrene und ungeschickte Aerzte gäbe, in deren Behandlung Niemand seinen' ärgsten Feind zu sollen begehrte! — Es theilt soniit auch dieser Hinweis das Lchickial seiner Brüder im Elaborate, und besagt — mit aller Achtung zu vermelden — ar Nichts! — Auch das möchten wir bei Gelegenheit einmal erfahren, MU. wie das ״Verschweigen und Verheimlichen der hier fallenden Toner" eigentlich möglich sei, insbesondere da ja manche der Herren Aerzte, wie wir gesehen, mit einem w tiefen, durchdringenden Blick begabt und - daß sieeine im spaltern Alter sich entwickelnde Krankheit 6x post wachsen Horen tonnen und ne auf die am 6. bwbeustüge erfolgte Befchneidung unanzweifelbar zurückzuführen vermögen; es somit schon sehr schwer fallen dürfte einem solchen Blicke etwas zu