Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1868)
- Date
- 1868-10-01
- Page
- – (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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Bon S... 69 haften Zug aus der duftenden Pfeife tbat, ״wenn im Paradies eines ren diesen dreien fehlte, ich wüßte nickt. ob ick's begebrenswertb fände." ״Ei ei. Freundchen, was wissen denn wir veni Paradies? Ober meint der £err Eellega vielleicht das E-ysium hier in der Residenz?" Beide lackten!׳er:!irr. ״Aber wabr isr's'" siibr der Hausherr fort, indem er nck mit dem?lusdruck vollkommenster Behaglichkeit in seinem Sessel! dehnte, ״tiefe harmonische Treieinigkeit geben zur Dürre des Gebens; hätte ich es dock nimmer geglaubt, daß nach den^ Aerger von beute Rach: mittag ick mich am heutigen Sage neck io k mon aise fühlen würbe. “ Mit dem innigsten Iniercn'e forschte der Freund nach der Ursache tieies Aergers, und diese ward ihm auch alsbald mit der minutiösefrcn Genauigkeit berichtet. ״Aber ein eigen-thümliches Berhältniß". bemerkte er. ״muß es doch sein zwischen den Gatten, von denen der Fine zu einem andern Glauben, übergetreten, während der )ludere dem angeborenen treu bleibt; stört denn das den häuslichen Frieden nickt zuweilen d'' ׳״? du mein Een, durchaus nickt. Unter liberalen gebildeten Leuten neht man doch nicht mehr auf derartige Kleinigkeiten. Tie Lache hat sich ganz einfach sc gestaltet, der Mann ist ein sehr beliebter Arzt; als nun der vorige alte Stadtvhysikus dem Tode nahe mar, ließ dieser Tcklor Meier an geeigneter Stelle so manche Aeußerungen fallen, daß er des Alten Nachfolger zu werden wünscke; man machte ihm nun begreiflich, daß der Realisirung dieses Wunsches kein Hinderniß im Wege stehe, wenn er nur der allgemeinen Staatsreligion angehöre, und hieraus ließ er sich taufen. Bon meinem Standpunkt als israelitischer Geistlicher kann ich diesen llebertritt allerdings nicht gutbeißen, aber vom allgemein humanen Standpunkt aus, wer könnte ihn verdammen? Ter Mann ist Familienvater, das Nimmt Alles auf Ich. Tie Frau bat so eine Art Manie,^ die (5harattcrvelle zu spielen,?le behauptete, ein jeder Religienswcchsel bedinge Charakterschwäche: sie versuchte zwar ׳nicht, den Gatten von der Taufe zurückzuhalten- ^>enn ste wußte wohl, daß ihr dieses nicht gelingen werde; aber sie letzte es doch durch, daß sowohl sie als auch die Kinder bei unserer angestammten Religion verharren. Seit jener Zeit habe ich eS als