Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 17 (1884)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1884)
- Article
- Kollektiv-Berichte aus Ungarn
- Date
- 1884-12-04
- Page
- 778 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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778 die Erhaltung der Kultus- und Unterrichtsj Anstalten in einer der autonomen Körperschaft j würdigen Iorn!;!1 erinöglichen;! 2) daß co wohl gestattet fei, das: sich ini Schoße! einer Kultusgemeinde der!)loihwendigkeit gemäß; Belhansvcreine bilden können, doch soll durch diese weder die £tnl־)cit der Genieindeadminislration, noch die des MatruelanneS einen Abbeuch erleiden; .">) daß den Organen und (Gemeinde-Korporationen der jüdischen Konfession dieselbe gesetzliche Autonomic;ngesichert werde,;velche die im Van de befindlichen ״gesetzlich rezipirten" Konfessionen genießen." . Wir .brauchen doch nicht erst zu sagen, daß dieses Zirkular die volle Signatur des Herrn Martin Schweig — er führt ,Schluß folgt. Nndnul; (Bukowina).;3. Kislew 5645. Der geistreiche Kollektiv-BerichLer.׳tatter aus Ungarn, der mit scharfem Blicke Her; und Nieren des uugarischeu Gemeindelebens prüft, hat in 3fr. 4.6 dieser geschätzten Blätter gelegentlich der Besprechung der in Großwardein neulich erfolgten Wiedervereinigung der dortigen Status quomit der orthodoxen Gemeinde, auch meine Wirksamkeit in der ersteren, insbesondere meine seiner Zeit in den ösfentlichen Blättert! an die ungarischen Status (juu=(55cmcint>cn gerichtete Ausforderung mn Bekanntgebung ihrer Adressen, seiner Kritik unterzogen. Muß ich auch dankbarst anerkennen, daß der geehrte Herr bei dieser Beurtheilung inilde verfahren, indem er meinen lauteren Intentionen seine Anerkennung nicht versagt, und nur von der Erfolglosigkeit derselben als הבם עדיף בנביא schon im Borhinein überzeugt gewesen, so muß ich dennoch, um jeden Schatten eines Verdachts von mir zu entfernen, und den! ,הפר כזמן עקשות פד nachzukommen, hiermit die Erklärung abgegeben, (welcher heute umsomehr Glaub- Würdigkeit zugesprochen werden dürste, als ich doch ב״ה jetzt außerhalb des ungarischen Parteigetriebes stehend, nicht mehr pro domo zu sprechen bemüßigt bin), daß mein Eintreten in eine Status quo-Gemeinde, insbesondere mein oben erwähnter Ausruf an die Schwestergcmcinden nicht das Ziel erstrebte, den klaffenden Niß zwischen den konservativ gesinnten, und nur durch die leidige Namenrcsp. Kanzlcifragc getrennten Gemeinden zu erweitern, sondern, daß vielmehr mein eifriges Streben dahin gerichtet war, durch die Bereinigung der orthodoxen Status quo-Gemeinden einen Modus vivendi herbeizuführen, der im Stande gewesen wäre, die goldene Brücke zu bauen, ans der sich Freund und Freund auf halbem Wege in altjüdischer Eintracht und V?icbc wiedergefunden hätten. Daß mein Aufruf nicht so ganz spurlos verhalle, wie der geehrte Berichterstatter meint, beweisen die zahlreichen Zuschriften konservativ gesinnter Gemeinden und Rabbiner, die mir in freundlich ermunternden Worten für die von nur ergriffene Initiative ihr צלה ורכב;!!riefen und ihren nnierstützendeu Beistand für weiter freudig;!!sagten, und wäre mir nicht durch eine höhere Fügung לך לך בארצך zugerufen worden, so wäre es mir vielleicht ב׳ע׳ת gelungen, das von allen Gutgesinnten so heiß ersehnte Ziel, wenn auch nicht mit einen! Male, so doch allmählich durch beharrliche Ausdauer und ernstes Streben zu erreichen. Es wäre nur int Interesse der guten Sache zu wünschen, daß Berufenere den von mir unfreiwillig fallen gelassenen Plan der Bereinigung der gcsetzeStrenen Gemeinden hüben und drüben zur erfreulichen, gedeihlichen Verwirklichung bringen würden. Als gutes Vorzeichen des Gelingens dieses בעיני אלוק׳ ואדם gleich gefälligen Werkes dürfte die Wiedervereinigung in Gr. Wardein gelten, und hat die dortige Status quo-Gemeinde nach den: Ansgeben ihrer Selbstständigkeit nie geschwankt, weder על שב אל noch על יבין, sondern deren streng orthodoxe Gesinnung, die um keines Haares Breite von der traditionellen Lehre je abgcwichen, ließ cs. glcichsant wie ein nothwendigcS Naturgesetz erwarten, daß eine Berschntelzung mit der Mnttergemeindc erfolgen werde. Nach dieser wahrheitsgetreuen Darstellung der Sachlage wird jeder Unbefangene nnbedingt zugeben. daß mein Auftreten den konservativen Status quo-Gemeindcn, wenn auch nicht den von mir erstrebten Nutzen, doch keinesfalls, wie der geehrte Herr Kollektiv - Berichterstatter in der Außerachtlassung des אל תדץ את הברך עד שתגיע לבקובו meint, empfindliehen Schaden brachte. Hier zu Lande treten die Gegensätze zwischen GesetzcStrcuen und;am Fortschritte Geneigten nicht so offen zu Tage, jedoch sind die destruktiven Tendenzen!!ich! minder in leider allzu bedculendem Maße vor- Händen, um gel.gentlich auch vor der Oessentlichkeit ein Lebenszeichen von sich zu geben, das die Frommen ernlnntern sollte, bei Zeiten auf der Hut zu sein, um nicht eines schönen TageS von jener kleinen aber mächtigen Partei überrumpelt zu werden. So hat beispielsweise in unserer Landeshauptstadt der dortige Magistrat eine 2'^-Debattc in optima forma in Szene gesetzt, bei welcher Gelegenheit israelitische, dem Fortschritte huldigende Gcmeinderäthe .,über die Schnur gehauen", rcsp. dem Anbringen der Sabbathschnüre ihre Billigung versagten, und hierdurch vorläufig, prinzipiell wenigstens, dem אם תבבת בגי ישבה לבי גם אני welches von unseren Weisen ans die Einrichtnng der ערובין angewLndet wird, keine Salomonische