Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 52 (30.12.1886)
- Article
- Die Agitation gegen das Schächten
- Date
- 1886-12-30
- Page
- 817 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Hannover, bcu gb*gff »88«. M 52. /ys/s w W rmig jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, ®cmctnbe und Schule. begründet von SlUIlson Nllphiiel Hirsch, iiaßßiucr il.?sraefitiflcn licfigioitsgrfclFfifmll jit drrniiltfiirt a.A. Neue Folge. Vierter Jahrgang. HcrauSgegcbcn unter Mitwirkung deö Begründers und bewährter Genossen von As,mc Air sch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen Postanstalten und Buchhandlungen 2-/5. 50 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit -er Expedition des Jeschurun zu Hannover. — Die Expedition versendet anch direct nnd franko unter Streifband den Jahrgang für V2J& oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich׳, für 14 J6 oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. —?(»geigen werden mit 25..j f. d. ^gespaltene Petit;cile oder deren Raum berechnet. — Expedition: Hannover, Artillericstr. 29. An schlcniiigstc Ernenernng des AbonneniciltS, uamcutlich bei der Post, wird hierdurch erinnert. Are K.rpeditiou des ״Jeschnruu". Inhalts-Verzeichllitz von Nr. 62. Die Agitation gegen das Schächten (Schluß). — Prediger- Verirrungen. — Die Lhierfchützlcr und die Inden (Schluß). — Giftsaat (Schluß). — Der. Haurnn. — Korrespondenzen nnd Nachrichten: Hannover (2), Berlin, München, Wien, Ans Ungarn, Lemberg, Cienstadt, Petersburg, Samogitien, Rumänien. — Inserate. Die Agiktis!! gegkr! du-, $flj!ul)fnt. ׳ (Schluß.) Professor vr. Ändert, Direktor des Instituts für Physiologie an der Universität in Rostock: ״Die Frage, ob nach Vollzug dcS Halsschnittes beim Schächten ein weiterer Akt der Betäubung wünschenswert!) sei, kann ich einfach verneinen, da man unzweifelhaft annehmen muß, daß die unmittelbare Folge deö Hals-׳ schnittcS eine so rapide Entleerung aus den Gefäßen des Gehirns ist, daß dadurch Bewußtlosigkeit erzeugt wird, und dieser Annahme das völlige Stilllicgen des ThiereS entspricht." . Professor Dr. V e r nstein, Direktor dcS phystologischen Instituts der Universität Halle, unterm 6. Dezembcr 1886: ״Auch ich bin in Ucbereinstinlmug mit den in Ihrem zugesandten Schreiben angeführten Autoritäten der Ansicht, daß der Halsschnitt eine ausreichend schnell zur Bewußtlosigkeit führende Todeöart ist und seine Anwendung daher ebenso berechtigt ist, wie der Gcnickstich. Der letztere ist nur deshalb von scheinbar schnellerer Wirkung, weil durch die Zerstörung des verlängerten Markes momentan jede willkürliche Aktion des ThiereS, wie Schreien u. s. w., aufgehoben wird, während daö Großhirn erst in Folge der eintrctcnden Erstickung und Herzlühniung abstirbt." Vom Geheimen Medizinalrath Professor Dr. Du Bois.׳ Neym ond, Direktor des physiologischen InstitutS der Universität zu Berlin, unterm 5. Dezember 1886: ״Sie richten an mich drei Fragen: 1) Liegt eine Veranlassung vor, nach Vollzug des Halsschnittes beim ״Schächten" durch irgend einen weitern Akt die angeblich noch andauernde Schmcrzempsindung des ThiereS zu vermindern? 2) Würde eine Betäubung durch Kopfschlag oder Genickstich nach dem Schächtschnitte hinsichtlich der Qualität des Fleisches sich als zweckmäßig erweisen? 3) Wäre durch jene Betäubung eine Verkürzung dcS Schmerzes für das geschachtete Thier gesichert? — Die Fragen 1) und 3) scheinen