Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 19 (1886)
- Issue
- Heft 51 (23.12.1886)
- Article
- Der jüdische Religionsunterricht
- Date
- 1886-12-23
- Page
- 801 (sequence 1)
- Language
- German
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XIX. Jahrgang. ^aimDilßr hpii Kislelv 5647« ^aunouer, Dezember 188s. M 51. VV׳ w »ermtg;Mischen Geistes imh Mischen Lebens tu Haus, Gemeinde und Schule. ßn’griiiidi’l voll ©nilifou Aophacl Hirsch, ünß&iiifr 11. Ssmcfitifificii IwfigioiisgrfcIffifmfI juüVnnßfiirt a,; Neue Folge. - Vierter Jahrgang. Hcrausgkgcbci! unter Mitwirkung dcS Begründers und bewährter Genossenwon As,tue Kitsch. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — AbonnementSpreiS bei allen Postanflalten und Buchhandlungen 250 .׳*/״..$ für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschurnn zu Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang si'ir V2J& oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich; für 14 c/6 oder 18 Fr. nach den Ländern d-eS Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25f. d. :;gespaltene Petitzcile oder deren Nanm berechnet. — Exp edition: Hannover, Artilleriestr. 29. An schlcuillgste Erneucrung des Abonnements, nNncutlich bei der Post, wird hierdurch erimlert. Air L^pediLion de- ״Äeschnntu". Jtthalts-Verzeichlüft von Nr. 51. Der jüdische Neligionsnntcnicht (Schlug). — Nomaden, thnin und Jndenherrschast (Schluß). — Die Agitation gegen das Schächten. — Gistsaat (Fortsetzung). — .לוזגובה-ושבת, תרמז — Korrespondenzen und Nachrichten: Hamburg, Würzbnrg, Bnrgpreppach, Stargard, Ans Ostpreußen, Wien (2), Prag, Odrau, Notterdam, Paris, Petersburg, Warschau (2), Kiew, Kalnga, Bukarest, Newyork, Australien. — Die Thierschützlcr und die Juden. — Inserate. Der Wische Dkl!giWSM!tmicht. (Schluß.) Nicht minder als durch das lebendige mit den Lehren der Religion im Widerspruch stehende Beispiel des Religion SlehrcrS ist aber auch durch die Mangel- Hastigkeit des Unterrichts in der jüdischen Religion an dem armen Volke gesündigt worden. Wenn wir für die zunächst von uns erörterte Frage die schlichte Antwort hatten: daß der Lehrer der jüdischen Ncligion den Satzungen derselben unverbrüchlichen Gehorsam zu leisten habe, eine Antwort, die trotz ihrer Einfachheit keineswegs als selbstverständlich; überall anerkannt and beherzigt wird, *) so haben 'wir i für die zweite Frage, was soll der Lehrer der jüdischen Religion unterrichten? die nicht weniger einsaltkg klingendc Antwort: jüdische Religion. Das ist ebenfalls nicht überall selbstverständlich, so paradox dieses auch klingt. Aber in Bezug aus den jüdischen NeligionSunterricht ist Leider un vielen Orten gerade das Widersinnige selbstverständlich. Was würde man von einer Schulbehörde denken, welche dem von ihr für den Unterricht der deutschen Sprache angestellten Lehrer etwa folgende Anweisung erthcilen möchte: Da eS die Aufgabe der Schule nicht sein kann, einen Gegensatz zum Hause zu bilden, vielmehr die Ucbereinstimmnng der beiden wichtigen Faktoren, Hans und Schule, eine . gedeihliche Erziehung allein verbürgt, die Schute darum nicht berufen sein kann, das Ansehen der Eltern bei den Kindern hcrabzusetzen, was aber ganz bestimmt die Folge sein müßte, wollte die Schule durch ihre Unterweisung die Äugend etwa zum Bewußtsein zu bringen sich unterfangen, daß die Eltern der Mutterspräche nicht ganz gerecht werden, — da ferner nicht in Abrede zu nehmen ist, daß ein großer, vielleicht der überwiegend größte Theil der Schulgemeinde, sich nicht ׳*) Herr L. Cohen, Kantor und Lehrer in NecS a. Nhein ermähnt in Nr. 51 der ״(-frarlitischen Wochenschrift" beiläufig - Lehrer, die regelmäßig in einem christlichen Gasthofe speisen.