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Jeschurun · 1886-10-28 · Heft 42-43 (28.10.1886) · p. 665

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Journal
Jeschurun
Volume
19 (1886)
Issue
Heft 42-43 (28.10.1886)
Article
Festesrückblick
Date
1886-10-28
Page
665 (sequence 1)
Language
German
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XIX. Jahrgang. ^ifchrt 5647c Hannover, mi 28 Oktober 188s. M 4211.43. W V jnhischen Geistes und jüdische!! Lebens in Haus, Gemeinde und Schule. ^egrlmüet von Smilsoii 33llphl1cl Hirsch, Klii'^inkr il. 3srarfitifcfien RkfigicmsgefkMlist zn JVniilfud: a. H Ne»re Folge. - Vierter Jahrgang. Heraußgegeben unter Mitwirkung des Begründers und bewährter Genossen von Isaac KirsH. Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag mindestens 2 Bogen stark. — Abonnementspreis bei allen Postanstalteu und Buchhandlungen 2J6150.4 für das Vierteljahr. Der Buchhandel verkehrt direkt mit der Expedition des Jeschnrun zn Hannover. — Die Expedition versendet auch direct und franko unter Streifband den Jahrgang für V2J& oder 7 Gulden österr. Währ, nach Deutschland und Oesterreich-, für 14 M oder 18 Fr. nach den Ländern des Weltpostvereins. — Anzeigen werden mit 25..$ f. d. Zgespaltene Petitzeilc oder deren Raumberechnet. — Expediti 01t: Hannover, Artilleriestr. 29 Inhalts -Verzeichnih 11011 Nr. 42 11. 43.! FestcSrückblick. — Das rabbinische Jndenthum und die soziale Bildung -Schluß). — Jüdische Briese ans und über Rußland (V). —;פרקי ארןך (Fortsetzung.) — Ans der christlich-sozialen Partei. — Koßmann Bercud. — Giftsaat (Fortsetzung). — Korrespondenzen und Nachrichten: Berlin 03), Hamburg, Breslau, Nogascn, Wien, Prag, Wieökieotschi, Paris, Dublin, Petersburg, Warschau, Lischenew, Odeffa (2), Aus Rumänien, Jassy, Newyork (Z). — Bücherschau. — Inserate. McsriiMlick. ומן שמחתנו, die Freudenzelt des Festes ist dahin gerauscht. Oede steht die Suckah, der Raum, in welchem wir die Wonne des Festes genossen. Das Gebinde des Lulaw ist welk geworden. Wir haben die das Jahr einleitenden drei Wochen der ernsten und heitern Feier beendet und wir haben uns ״unseren Zelten wieder zugewandt", sind eingetrcten in die Geleise des gewohnten alltäglichen Lebens mit seinen Mühen und Sorgen und sprechen vielleicht auch' über die Festesfreude: auch sie ist eitel! Die Bürde des Daseins, die Sorge für Weib und Kind, sie lastet ebenso schwer auf unseren Schultern, wie vor dem Feste, vielleicht noch schwerer wegen der häufigen Einstellung des Er-! werbsstrebens, gut, daß sie vorüber ist diese Zeit' z Wir haben uns jetzt lange genug mit Gottesdienst und Feier beschäftigt. Unserem religiösen Bedürsniß ist überreichliche Befriedigung zu Theit geworden. Wir sind dem Himmel gerecht geworden, wahrlich, es ist hohe Zeit auch wieder an unsere Berufspflichtcn, an unseren Erwerb zu denken. Der Mensch ist znr Arbeit auf Erden. Es thut nicht gut, sich derselben zu entziehen. Verdoppeln wir die Anstrengungen, um das Versäumte nachznholen, um den uns entgangenen Verdienst wieder einzubringen. So wären wir zn unseren Zelten zurückgekehrt und begönnen das neue Jahr mit neuen Sorgen und Seufzern, und die alten wären noch nicht beschwichtigt; jeglicher Tag bringt neue, und unser Dasein wäre eine fortlaufende Kette von Sorgen und Seufzern, welche wir vergeblich zu vergessen suchten in des Festes Freuden? Der Name des Herrn sei gepriesen, daß dem nicht also ist! Unsere Feste sind nicht von der Sterblichen Weisheit eingesetzt, sind nicht Institutionen menschlicher Berechnung, beruhen nicht auf dem Grunde kurzsichtiger Einsicht der Menschen. Darum reicht ihre Bedeutung über die kurze Dauer ihrer Feier hinaus, darum reift die Frucht des Segens, den sie bringen wollen, in den Zeiten des werkthätigen Lebens. Unsere Feste sind '1 מועדי, von Gott bestimmte Zeiten, in welchen wir uns mit Ihm

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